Bisher mehr Hürden als Chancen für bio-CDR : Berichte aus Stakeholder-Workshops zu biomassebasiertem Carbon Dioxide Removal (CDR) / Nils Matzner, Danny Otto, Christine Polzin, Jennifer Hauck, Johannes Förster, Ronja Wollnik, Daniela Siedschlag, Daniela Thrän ; publisher: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ
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Discovery
1922045942
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1172754
DOI
ISBN
ISSN
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Leipzig : Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, 2025
Umfang
1 Online-Ressource (23 Seiten, 2,41 MB) : Illustrationen, Diagramm
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Literaturverzeichnis: Seite 22-23
Inhaltliche Zusammenfassung
"Wie werden verschiedene Verfahren zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre von Stakeholdern in unterschiedlichen Regionen Deutschlands wahrgenommen?" Dieser Frage sind Workshops des Projektes "BioNET - Multi-stage assessment of biobased negative emission technologies"1 nachgegangen, um Potenziale und Herausforderungen biomassebasierter Carbon Dioxide Removal (bioCDR)-Technologien besser zu verstehen. In vier Stakeholder-Workshops wurden Expert*innen aus Industrie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, NGOs und Politik einbezogen, um bioCDR Maßnahmen, deren regionale Besonderheiten und gesellschaftlich-politisches Vertrauen zu diskutieren. Die Ergebnisse zeigen, dass bioCDR-Technologien wie Aufforstung, Pyrolyse von Biomasse (PyCCS) und Moor-Wiedervernässung als vielversprechend angesehen werden, jedoch auf regulatorische, wirtschaftliche und soziale Hürden stoßen. Während regionale Unterschiede in der Umsetzbarkeit bestehen, gibt es wiederkehrende Herausforderungen wie Flächenkonkurrenz, mangelnde politische Unterstützung und Unsicherheiten in der Finanzierung. Besonders betont wurde die Bedeutung von Kaskadennutzung, um die Effizienz von bioCDR zu maximieren. Das entwickelte Planspiel "Carbon Cascadia" unterstützte die Diskussion über Biomassekaskaden und langfristige CO₂-Speicherung. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit gezielter Förderinstrumente und eines abgestimmten Politikrahmens, samt Bürger*innenbeteiligung, um bioCDR langfristig zu etablieren. Ohne klare Strategien und gesellschaftliche Einbeziehung besteht das Risiko, dass Potenziale dieser Technologien ungenutzt bleiben. Der Bericht liefert wertvolle Einblicke für Forschung, Politik und Praxis zur Weiterentwicklung von bioCDR in Deutschland.
Schriftenreihe
UFZ discussion papers ; 2025, 1 ppn:635135833