E-Pflicht Repositorium der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Die Universitäts- und Landesbibliothek ist als Regionalbibliothek des Landes beauftragt, alle im Land Sachsen-Anhalt erscheinenden Druckerzeugnisse und auch die elektronischen Publikationen zu sammeln und zu archivieren. Die ULB übernimmt damit die Verantwortung für die Sammlung, Verzeichnung, Erschließung und Archivierung von Netzpublikationen zur Bewahrung des gedruckten und digitalen Kulturerbes Sachsen-Anhalts.  

     

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    Aktuelle Einreichungen

    Monographie
    Erarbeitung methodischer Grundlagen und Arbeitshilfen für Klimaschutz- und Kreislaufwirtschaftsaspekte in der öffentlichen Beschaffungspraxis : Abschlussbericht / von Kathrin Graulich, Andreas Hermann, Florian Antony, Lucia Gascón Castillero, Jens Gröger, Katharina Hurst, Friedhelm Keimeyer, Ashleigh McLennan, Katja Moch, Tobias Schleicher und unter Mitarbeit von Pauline Führ (Öko-Institut, Freiburg), Gesa Marken (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet III 1.3 Ökodesign, Umweltkennzeichnung, Umweltfreundliche Beschaffung - Dr. Kristin Stechemesser
    Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens war es, methodische Grundlagen für die Integration von Klimaschutz- und Kreislaufwirtschaftsaspekten in die öffentliche Beschaffung zu entwickeln. Im Fokus stehen die aktuellen gesetzlichen Anforderungen aus dem Klimaschutzgesetz (KSG), dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Beschaffung klimafreundlicher Leistungen (AVV Klima). Das Ergebnis ist die Veröffentlichung verschiedener praxisnaher Arbeitshilfen für Bedarfsträger*innen und Beschaffende: Teilbericht zur detaillierten Darstellung der rechtlichen Lage; Arbeitshilfe mit rechtlichen Grundlagen, konkreten vergaberechtskonformen Ausschreibungskriterien und Nachweisverfahren für zehn ausgewählte Produktgruppen und Fokuskapiteln zur Umsetzung von Klimaschutz, Langlebigkeit in der Beschaffung sowie der Beschaffung instandgesetzter Produkte; Fünf Best-Practice-Beispiele zur Umsetzung des KrWG in der öffentlichen Beschaffung; LCC-CO2-Tool, mit dem die verursachten Treibhausgasemissionen während des gesamten Lebenszyklus prognostiziert und ein CO2-Preis angesetzt werden können; Schulungsskript Umweltfreundliche Beschaffung, Teil 2: Arbeitshilfe zur Berechnung von Lebenszykluskosten inklusive CO2-Kosten aufgrund der prognostizierten Treibhausgasemissionen in der öffentlichen Beschaffung (LCC-CO2-Tool). Die Ergebnisse wurden in Präsentationen auf Fachtagen, mittels Durchführung eines Webinars und Veranstaltung eines Fachworkshops an Bedarfsträger*innen und Beschaffende vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt des Vorhabens lag auf der Entwicklung eines Monitoringkonzepts zur Umsetzung des KrWG und der Analyse des Zusammenhangs zwischen der Verbindlichkeit von Nachhaltigkeitskriterien und dem Erfolg nachhaltiger Beschaffung. Die Ergebnisse zeigen, dass verbindliche Zielvorgaben in Kombination mit einem zielgerichteten Monitoring die wirksame Umsetzung von Klima- und Ressourcenschutz in der Beschaffung befördern können.
    Monographie
    Nachhaltige Ernährung und Bürgerbeteiligung : deliberative Bewertung und Ergänzung umweltpolitischer Interventionsoptionen in das Ernährungssystem : Abschlussbericht / von lexander Schrode, Katharina Herrmann (NAHhaft e. V.), Dr. Margit Aufterbeck-Martin, Julia Wirth, Carolin Piras (ifok GmbH, Bensheim), Lea Kliem, Julia Fülling (IÖW, Berlin), Prof. Brigitte Geißel, Alan Marx (Forschungsstelle Demokratische Innovationen, Goethe-Universität Frankfurt) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Umweltbundesamt Fachgebiet I 1.1 Grundsatzfragen, Nachhaltigkeitsstrategien und -szenarien, Ressourcenschonung - Anne Klatt, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Referat G III 4 Bürgerkommunikation, Bürgerbeteiligung - Daniel Hanzlik, Samantha Sobczyk, Referat G III 5 Umwelt und Ernährung - Anastasia Guretskaya, Julia Seim
    Für die Verwirklichung der Agenda 2030 und die Erreichung international vereinbarter Klima- und Biodiversitätsziele bedarf es in den Ländern mit hohen Anteilen tierischer Lebensmittel auch einer Veränderung von Ernährungsmustern in Richtung stärker pflanzenbetonter Ernährungsweisen. Denn eine solche Ernährungsweise kann die bei Produktion, Vertrieb und Konsum von Lebensmitteln entstehenden Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbräuche deutlich senken (Benton et al. 2021, Clark et al. 2020, Springmann et al. 2020, Sorg et al. 2021, UBA 2022). Zudem weist eine stärker pflanzenbetonte Ernährungsweise zahlreiche gesundheitliche Vorteile auf (s. z. B. Wang et al. 2023). Dabei ist die Gestaltung der Ernährungsumgebung ein entscheidender Faktor, auf den Individuen nur begrenzt Einfluss nehmen können. Die Ausrichtung von Ernährungsumgebungen auf die Unterstützung von umwelt- und gesundheitsförderlichen Ernährungsweisen kann durch geeignete politische Maßnahmen unterstützt werden. Als geeignetes Format für die Entwicklung von politischen Handlungsempfehlungen, die von einer Vielfalt von Bürgerinnen*Bürgern akzeptiert und begrüßt werden, haben sich partizipative Verfahren erwiesen. Mit dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und dem Umweltbundesamt (UBA) initiierten Vorhaben konnte das Format der deliberativen Bürger*innenbeteiligung im Ernährungsbereich bundesweit praktisch umgesetzt werden. Der thematische Fokus lag dabei auf der Entwicklung von Maßnahmen, die den Verzehr pflanzlicher Produkte steigern können, dem sogenannten "dietary shift". Realisiert wurde der partizipative Prozess von einem Konsortium aus NAHhaft (gemeinnützige Organisation für Forschung, Bildung und Beratung für zukunftsfähige Ernährungsstrategien), der Strategie- und Kommunikationsberatung ifok, dem Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) sowie der Forschungsstelle Demokratische Innovationen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die den Prozess evaluiert hat. Im Mittelpunkt des Vorhabens stand die Durchführung des Bürger*innen-Dialogs Nachhaltige Ernährung. Die teilnehmenden Bürger*innen wurden gesellschaftlich repräsentativ und per stratifizierter Zufallsauswahl ausgewählt, um demokratische Teilhabeprinzipien zu garantieren. Unterstützt von Expertinnen*Experten entwickelten die Bürger*innen 13 konkrete Maßnahmen, welche die politische Umsetzung einer nachhaltigen Ernährung unterstützen können. Dabei stellten sich aus ihrer Sicht drei Maßnahmen als besonders bedeutsam heraus: 1. die Förderung des Angebots pflanzenbasierter Mahlzeiten in der Gemeinschaftsverpflegung, 2. die umweltfreundliche Besteuerung und Subventionierung von Lebensmitteln, 3. die Einführung eines Umwelt- und Gesundheitslabels für Lebensmittel. Als innovatives Format wurden in einer anschließenden Erprobungsphase drei unterschiedliche Veränderungen (u. a. aus den Bereichen Ernährungsweise und Preispolitik) von den Teilnehmenden in ihrem Alltag getestet und entsprechende Herausforderungen im Sinne von Hindernissen bei der Umsetzung und passende Lösungsmöglichkeiten dokumentiert. Zudem wurde mit einer aufsuchenden Beteiligung und einem Review von Expertinnen*Experten eine (externe) Kommentierung der Maßnahmenempfehlungen eingeholt. Am Ende des Vorhabens überreichten die Bürger*innen ihre Maßnahmenvorschläge im Rahmen einer Abschlussveranstaltung dem Staatssekretär des BMUV.
    Monographie
    Nachhaltiges Wirtschaften: Sozialökologische Transformation des Ernährungssystems : Zukunftsgestaltung durch Beteiligung von Pionieren des Wandels und ökonomisch relevanten Akteuren : Abschlussbericht / von Gerolf Hanke, Dietlinde Quack, Franziska Wolff, Christoph Brunn (Öko-Institut, Freiburg und Berlin), Julia Jägle, Johanna Meier, Stephanie Wunder (Ecologic Institut, Berlin), Babett Jánszky, Friedhelm von Mering (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet I 1.1 Grundsatzfragen, Nachhaltigkeitsstrategien und -szenarien, Ressourcenschonung - Almut Jering und Anne Klatt
    Der vorliegende Abschlussbericht des ReFo-Planvorhabens "Nachhaltiges Wirtschaften: Sozialökologische Transformation des Ernährungssystems. Zukunftsgestaltung durch Beteiligung von Pionieren des Wandels und ökonomisch relevanten Akteuren" (Akronym: STErn) im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz stellt eine Zusammenfassung der Arbeitsschritte und der Ergebnisse des Projekts dar. Das Projekt fokussiert auf drei zentrale Handlungsfelder einer umweltbezogenen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik: eine stärker pflanzenbasierte Ernährungsweise, die Weiterentwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie eine Regionalsierung des Ernährungssystems. Untersucht wurde, welche Rolle diese drei Ansätze für eine sozial-ökologische Transformation des Ernährungssystems spielen und es wurden Maßnahmenvorschläge für eine zielführende Politikgestaltung in diesen Feldern entwickelt. Dieser Schlussbericht gibt einen kondensierten Überblick über das Projekt, enthält aber keine über die bereits veröffentlichten Teilberichte hinausgehenden Ergebnisse.