Zukunftsfragen für die Forschung in der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland / Annette Grüters-Kieslich, Klaus-Michael Debatin, Jutta Gärtner, Gesine Hansen, Charlotte Niemeyerl ; Herausgeber: Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. - Nationale Akademie der Wissenschaften
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Discovery
1013237684
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-85116
DOI
ISBN
ISSN
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V. - Nationale Akademie der Wissenschaften, Oktober 2017
Umfang
1 Online-Ressource (13 Seiten, 0,29 MB)
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Die Kinder- und Jugendmedizin trägt wesentlich zu einer besseren Ausgangslage für ein langes Leben in Gesundheit mit hoher Lebensqualität bei, denn die Grundlagen für viele chronische Erkrankungen im Erwachsenenalter werden bereits im Kindes- und Jugendalter gelegt. Die Forschung in der Kinder- und Jugendmedizin hat jedoch Besonderheiten im Vergleich zur Erwachsenenmedizin: sie befasst sich, erstens, mit den Mechanismen der vorgeburtlichen und frühen Prägung; zweitens, mit Krankheitsmechanismen in Phasen der Organentwicklung, Organdifferenzierung und Organfunktionsreifung; drittens, mit den im Vergleich zum Erwachsenenalter wesentlich häufiger fassbaren genetischen Ursachen von Krankheiten und, viertens, nicht mit Volkskrankheiten, sondern mit seltenen Erkrankungen. Forschungsergebnisse aus der Kinder- und Jugendmedizin führen oft zu Erkenntnissen, die auch für Erkrankungen in späteren Lebensaltern relevant sind – sie bilden die Grundlage für die therapeutischen Maßnahmen im Sinne einer individualisierten Medizin oder besser: einer Präzisionsmedizin. Um diese großen Herausforderungen auch vor dem Hintergrund signifikant reduzierter Ressourcen in der Universitätsmedizin zu meistern, bedeutet das für die Kinder- und Jugendmedizin: Kräfte bündeln und diejenigen Forschungs- und Innovationsziele benennen, welche die Kinderund Jugendmedizin als Querschnittsbereich krankheitsübergreifend mit anderen Disziplinen wie der Geburtsmedizin, der Humangenetik und Molekulargenetik verfolgt. Das Ziel ist es, die qualitätsgesicherte Translation in der Prävention, Diagnose, Therapie und Versorgung von Krankheiten bei Kindern- und Jugendlichen sicherzustellen und zu beschleunigen.
Schriftenreihe
Diskussion ; Nr. 14 ppn:823332896