Räumliche Distanz und soziale Ungleichheit bei der Hochschulwahl in Frankreich / Oliver Winkler
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Discovery
894208950
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-75018
DOI
ISBN
ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Soziologie, 2017
Umfang
1 Online-Ressource (34 Seiten, 0,56 MB) : Diagramm
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Zusammenfassung in deutscher und englischer Sprache
Revidierte Fassung siehe: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:2-81628
Inhaltliche Zusammenfassung
In Kontinentaleuropa gehört Frankreich zu den Ländern, die eine lange Tradition von vertikaler Differenzierung im Hochschulsystem aufweisen. Unterschiede im französischen Hochschulangebot sind eng an eine räumliche Verteilungsstruktur gekoppelt, sodass bei entsprechendem Studienwunsch an einer bestimmten Hochschule gewisse Entfernungen zurückgelegt werden müssen. Hierzu wird die Hypothese entwickelt, dass eher höhere Sozialschichten und Kinder mit guten schulischen Leistungen entfernter vom Heimatort studieren. Daten von Conditions de vie des étudiants 1994-2010 bestätigen dies für Kinder aus höheren Bildungsmilieus und mit hohem individuellen Bildungskapital. Das Einkommen der Eltern hat keinen Effekt, was zeigt, dass Geld als Ersatz für Bildung in Frankreich eine überschätzte Rolle spielt.
In continental Europe, France has a long tradition of stratification in higher education that is strongly linked to a spatial distributional structure. Preferences for certain higher education institutions require some willingness for spatial distance as institutions are differently located and stratified in French space. Theory suggests that children from higher social classes and children with higher school degrees are more likely to study more distant to their hometown. Using data by Conditions de vie des étudiants 1994-2010, this is confirmed for children originating from higher educated families and with higher personal educational capital. Parental income has a low impact which reveals that money hardly substitutes education in France.
Schriftenreihe
Hallesche Graureiher ; 2017, 1 ppn:389850055