Die Ordnungsethik plädiert nicht für maßlose Gier, sondern für eine sorgsame Vermeidung intentionalistischer Fehlschlüsse / Ingo Pies

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835038874

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-47326

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Erschienen

Halle : Martin-Luther-Univ., Lehrstuhl für Wirtschaftsethik ; Halle (Saale) : Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, 2015

Umfang

1 Online-Ressource (PDF-Datei: III, 9 S., 0,3 MB) : Illustrationen

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Zusammenfassung in englischer Sprache

Inhaltliche Zusammenfassung

In der "Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu)" hat Hermann Sautter der Ordnungsethik jüngst vorgeworfen, maßlose Gier zu propagieren. Dieser Vorwurf beruht auf einem grundlegenden Missverständnis, das in diesem Beitrag ausführlich erläutert wird. Zum einen wird gezeigt, dass das Missverständnis darin besteht, innerhalb jenes Tradeoff-Denkens zu verharren, zu dem die Ordnungsethik eine orthogonale Positionierung einnimmt. Zum anderen wird darauf hingewiesen, dass das Miss-verständnis aus dem intentionalistischen Fehlschluss folgt, systemische Wettbewerbsergebnisse nicht auf die Anreize der handelnden Akteure, sondern stattdessen auf ihre (vermuteten) Motive zuzuschreiben, wobei offenbar übersehen wird, dass die Ord-nungsethik aus genau diesem Grund: intentionalistische Fehlschlüsse zu vermeiden, Wettbewerbsergebnisse auf Institutionen statt auf Intentionen zurechnet.
In a recent article, published in the "Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu)", Hermann Sautter has accused the theory of "order ethics" of propagating boundless greed. His criticism rests on a profound misunderstanding, as this contribu-tion explains in detail. On the one hand it is shown that the misunderstanding stems from persisting in exactly that kind of tradeoff thinking to which order ethics proposes an orthogonal position. On the other hand it is shown that the misunderstanding results from the intentionalistic fallacy, i.e. from attributing the systemic outcomes of competi-tive processes not to the incentives of actors but to their motives. This fails to see that and why the approach of order ethics ascribes competitive outcomes to institutions in-stead of ascribing them to intentions.

Schriftenreihe

Diskussionspapier ; 2015,6 ppn:571346170

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