Diskurs mit Schieflage : eine ordnungsethische Nachbetrachtung der Mindeslohndebatte / Ingo Pies
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829608079
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-44884
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Autorin / Autor
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Körperschaft
Erschienen
Halle : Martin-Luther-Univ., Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, 2015
Umfang
1 Online-Ressource (PDF-Datei: III, 12 S., 0,12 MB)
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Zusammenfassung in englischer Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
Dieser Artikel analysiert die deutsche Mindestlohndebatte aus ordnungsethischer Sicht. Diagnostiziert wird ein Diskursversagen, welche Politikversagen und Marktversagen nach sich zieht: Die öffentliche Meinungsbildung geriet in eine normative Schieflage, die Politiker unter Handlungsdruck setzte, Maßnahmen für eine dysfunktionale Markt-regulierung zu ergreifen, die das angestrebte moralische Anliegen tendenziell verfehlen werden, die Arbeits- und Lebensbedingungen bisheriger Niedriglohnempfänger nach-haltig zu verbessern. Analysiert wird auch, warum sich das traditionelle "Nein zum Mindestlohn" der ökonomischen Zunft im moralischen Diskurs der demokratischen Öffentlichkeit nicht durchgesetzt hat.
This article analyzes the German debate about introducing minimum wage laws from the perspective of constitutional ethics. It diagnoses a discourse failure that entails a political failure and a market failure: Public opinion got into a normative imbalance that exerted strong pressure on politicians to take dysfunctional measures of market regulation. As a consequence, politics will miss the underlying moral desideratum of sustaina-bly improving the working and living conditions of present low-wage earners. Further-more, this article analyzes why traditional economists' "No to minimum wages" did not gain acceptance in the moral discourse of the democratic public.
Schriftenreihe
Diskussionspapier ; 2015, 2 ppn:571346170