Globalisierung und Soziale Marktwirtschaft : eine wirtschaftsethische Perspektive / Ingo Pies
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557252857
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-4710
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ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle : Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2007
Umfang
1 Online-Ressource (circa 18 Seiten, 216 kB) : Illustrationen
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Parallel als Buch-Ausg. erschienen
Zusammenfassung in englischer Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
Dieser Artikel beleuchtet aus einer wirtschaftsethischen Perspektive, wie Globalisierung im öffentlichen Diskurs wahrgenommen wird und wie sie stattdessen wahrgenommen werden müsste, um die mit Globalisierung verbundenen Chancen und Risiken richtig einschätzen zu können. Die Hauptaussagen lauten: (1) Globalisierung ist kein Nullsummenspiel. (2) Globalisierung ist eine Option für die Armen, und zwar insbesondere dort, wo sie dem Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft folgt, Solidarität als marktliche Inklusion zu organisieren. Hierin liegen gewaltige Chancen. (3) Globalisierung führt zu Strukturwandel. Hierin liegen Risiken, und zwar insbesondere dort, wo Arrangements sozialer Sicherung ihre Funktionalität einbüßen und nicht Risiken versichern, sondern neue Risiken schaffen, etwa, indem sie Arbeitslosigkeitsfallen aufbauen. Auch hier gilt: Marktliche Inklusion ist praktizierte Solidarität. (4) Will man die Chancen der Globalisierung besser nutzen und ihre Risiken besser aussteuern, sind neue Regeln und Regelprozesse erforderlich. Hier wächst nicht nur zivilgesellschaftlichen Organisationen, sondern insbesondere auch Unternehmen (als Corporate Citizens) eine wichtige Aufgabe zu.
From the perspective of economic ethics, this article sheds light on how globalization actually is perceived in public discourse and on how it should be perceived if one wanted to assess the real pros and cons of globalization. The main message can be summarized in four points: (1) Globalization is not a zero-sum game. (2) Globalization is an option for the poor, especially where it follows the principle of a Social Market Economy to organize solidarity as market-based inclusion. Here lie the chances of globalization. (3) Globalization leads to structural change. This causes risks, especially where arrangements for social security lose their function and - instead of insuring risks - cause new risks, e.g. by creating unemployment traps. Here, too, it holds true that market inclusion is practical solidarity. (4) In order to make a better use of the chances globalization offers, while at the same time effectively countering the involved risks, new rules and new rule-setting processes are necessary. This is a challenge for civil society organizations, and especially for business firms as corporate citizens.
Schriftenreihe
Diskussionspapier ; 07,23 ppn:571346170