Kurzstudie zur Modellierung der THG-Bilanz der lebenden Bäume im Mit-Maßnahmen-Szenario (MMS) des Projektionsberichts / von Dr. Klaus Hennenberg, Dr. Mirjam Pfeiffer, Dr. Hannes Böttcher, Judith Reise (Öko-Institut e.V., Darmstadt, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Öko-Institut e.V. ; Redaktion: Fachgebiet V 1.2 Strategien und Szenarien zu Klimaschutz und Energie - Kai Wehnemann, Karlotta Schultz

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URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-1099184

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Oktober 2024

Umfang

1 Online-Ressource (28 Seiten, 2,38 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: August 2024
Literaturverzeichnis: Seite 23
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Die CO2-Einbindung lebender Bäume im Wald wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Faktoren bestimmt: dem Zuwachs der Waldbestände, natürliche Störungen wie Stürme, Trockenheit und Käferkalamitäten sowie die Intensität der Holzentnahme. Für die Projektionen der nationalen Treibhausgasemissionen im Waldsektor kommt das Matrixmodell des Thünen-Instituts zum Einsatz. Dieser Kurzbericht präsentiert vergleichende Ergebnisse der Waldmodellierung mit dem Modell FABio-Forest des Öko-Instituts und Sensitivitätsanalysen zu natürlichen Störungen. Die Ergebnisse beider Modelle weisen nur geringfügige Abweichungen auf, die vermutlich eher auf unterschiedliche Annahmen zur Waldbewirtschaftung als methodische Differenzen zwischen beiden Modellen zurückzuführen sind. Die Sensitivitätsanalysen mit FABio-Forest zu variierenden Störungsintensitäten zeigen, dass störungsbedingte Unterschiede in der THG-Bilanz lebender Bestände 20-35 Mio. t CO2 betragen können. Dieser modellierte Effekt übertrifft die Abweichungen zwischen den beiden Waldmodellen deutlich. Für künftige Projektionen der nationalen Treibhausgasemissionen empfiehlt es sich daher, die Unsicherheiten bezüglich natürlicher Störungen im Wald explizit auszuweisen.
The CO2 sequestration of living trees in forests is determined by a complex interplay of factors: the growth of forest stands, natural disturbances such as storms, drought, and bark beetle infestations, as well as the intensity of timber harvesting. The matrix model of the Thünen-Institute is used for projections of national greenhouse gas emissions in the forest sector. This brief report presents comparative results of forest modelling using the FABio-Forest model of the Oeko-Institut and sensitivity analyses on natural disturbances. The results of both models show only minor deviations, which are likely due to different assumptions about forest management rather than methodological differences between the two models. Sensitivity analyses with FABio-Forest on varying disturbance intensities show that disturbance-related differences in the greenhouse gas balance of living stands can amount to 20-35 million tons of CO2. This modelled effect significantly exceeds the deviations between the two forest models. For future projections of national greenhouse gas emissions, it is therefore recommended to explicitly indicate the uncertainties regarding natural disturbances in forests.

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