Ethik des Kapitalismus / Ingo Pies

Anzeigen / Download355.22 KB

Discovery

185103854X

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-976443

DOI

ISBN

ISSN

Autorin / Autor

Beiträger

Körperschaft

Erschienen

Halle : Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2023

Umfang

1 Online-Ressource (III, 12 Seiten, 0,34 MB)

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Inhaltliche Zusammenfassung

Kapitalismus sieht sich seit je her drei moralisch artikulierten Vorwürfen ausgesetzt: Er führe (a) zur Verelendung der Arbeiter, (b) zur Zerstörung der Umwelt und (c) zum Verfall der Sitten. Zieht man empirisch Bilanz, sind nicht alle dieser Vorwürfe berechtigt, ganz im Gegenteil: (a) Im Kapitalismus werden die Menschen, und hier insbesondere die Arbeiter, kontinuierlich reicher und leben länger, gesünder und glücklicher. (b) Mit zunehmendem Reichtum steigt die Nachfrage nach Umweltschutz, während neue Technologien die Kosten dafür sinken lassen. (c) Kapitalismus fördert Kooperationsbereitschaft und Weltoffenheit. Er stärkt das Vertrauen in Institutionen und reduziert Xenophobie. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, zwischen berechtigter und unberechtigter Kapitalismus-Kritik zu unterscheiden und tatsächliche Missstände ordnungspolitisch anzugehen, d.h. mit einer Reform des institutionellen Ordnungsrahmens, um Märkte durch verbesserte Leistungsanreize funktionsfähig(er) zu machen – und für die gesellschaftliche Verwirklichung moralischer Anliegen besser in Dienst zu nehmen.
Capitalism has always faced three normative accusations: critics claim that it leads (a) to the impoverishment of workers, (b) to the destruction of the environment, and (c) to moral decline. If one takes stock empirically, many of these accusations are not justified. (a) Under capitalism, people, especially workers, are getting richer and live longer, healthier and happier lives. (b) As wealth increases, so does the demand for environmental protection, while new technologies reduce the according costs. (c) Capitalism promotes cooperation and open-mindedness. It strengthens trust in institutions and reduces xenophobia. Against this background, it is important to distinguish between justified and unjustified criticism of capitalism and to address actual grievances with measures for an improved institutional order, i.e. with a reform of the rules of the game, thus aiming at making markets (more) functional through improved incentives – and to take them into society’s service for better realizing moral desiderata.

Schriftenreihe

Diskussionspapier ; 2023, Nr. 06 ppn:571346170

Gesamttitel

Band

Zeitschriftentitel

Bandtitel

Beschreibung

Schlagwörter

Zitierform

enthaltene Monographien

enthalten in mehrteiligem Werk

Vorgänger dieser Zeitschrift

Nachfolger dieser Zeitschrift