Kurzexpertise: Regionalität in der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen : Teilbericht / von Claudia-Maria Wallaschofski, Thomas Schneider (Becker Büttner Held, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet III 1.3 Ökodesign, Umweltkennzeichnung, umweltfreundliche Beschaffung - Dr. Kristin Stechemesser
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Kurzexpertise: Regionalität in der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen
Discovery
1983313378
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1202555
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dc.contributor.contributor
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Publication history
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Content
1 Online-Ressource (19 Seiten, 1,79 MB)
Edition
Language
ger
Comment
Abschlussdatum: Mai 2026
Literaturverzeichnis: Seite 18-19
Abstract
Regionalität hat viele positive Effekte: Sie fördert den Umweltschutz durch kürzere Transportwege, unterstützt die Biodiversität und trägt zur Erhaltung kultureller und gastronomischer Traditionen bei. Vergaberechtlich ist eine pauschale Forderung nach regionalen Produkten unzulässig, da sie eine Ungleichbehandlung europäischer Wettbewerber darstellen würde. Stattdessen muss mittelbar die Regionalität in die konkrete Leistungsbeschreibung und die Zuschlagskriterien eingebunden werden. Ziel der Kurzexpertise ist es, Fallstricke bei der Beschaffung regionaler Produkte aufzuzeigen und rechtssichere Möglichkeiten zu identifizieren, um die positiven Umweltaspekte, die sich unter dem Kriterium der Regionalität bündeln lassen, optimal zu berücksichtigen. Im Fokus steht die Frage, wie Regionalität als Umwelt- und Qualitätsmerkmal in die Vergabeverfahren integriert werden kann, ohne gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz zu verstoßen. Die Untersuchung zeigt, dass durch gezielte Formulierung der Anforderungen und Zuschlagskriterien eine vergaberechtskonforme Berücksichtigung regionaler Produkte möglich ist, die den Umwelt- und Qualitätsvorteilen Rechnung trägt, ohne gegen europäische Vergaberechtsgrundsätze zu verstoßen.
Local sourcing has many positive effects: it promotes environmental protection through shorter transport routes, supports biodiversity and helps to preserve cultural and culinary traditions. Under public procurement law, a blanket requirement for regional products is not permitted, as it would constitute unequal treatment of European competitors. Instead, regionality must be indirectly incorporated into the specific technical specifications and the award criteria. The aim of this brief expert report is to highlight the pitfalls involved in procuring regional products and to identify legally sound ways of optimally taking into account the positive environmental aspects that can be grouped under the criterion of regionality. The focus is on the question of how regionality can be integrated into procurement procedures as an environmental and quality criterion without breaching the principle of equal treatment. The study shows that, through the careful formulation of technical specifications and award criteria, it is possible to take regional products into account in a manner consistent with public procurement law, thereby recognising the environmental and quality benefits without contravening European public procurement principles.
Series
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 142 ppn:505871920
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
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