Weiterentwicklung des Produktportfolios des Umweltzeichens Blauer Engel - Dämmstoffe und Dämmsysteme für die Wärmewende : Abschlussbericht / von Raphaela Ivanica, Christina Boberach, Kerstin Lohr, Christoph Sprengard (Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München (FIW München)), Johannes Schwaiger, Oliver Tröppner (SKZ - KFE gGmbH, Würzburg), Corvin Veith, Joachim Reinhardt (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH (ifeu)) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet III 1.4 Stoffbezogene Produktfragen - Dr. Berit Schumann
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Discovery
1970950552
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1191173
DOI
ISBN
ISSN
Koordinaten
Skalierung
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (200 Seiten, 4,6 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: September 2025
Quellenverzeichnis: Seite 163-172
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Das vorliegende Projekt befasst sich mit der Weiterentwicklung des Umweltzeichens Blauer Engel für Dämmstoffe und Dämmsysteme im Kontext der Wärmewende. Hintergrund des Projekts ist das gesetzlich verankerte Ziel, dass Deutschland bis spätestens 2045 treibhausgasneutral sein soll. Der Gebäudesektor spielt dabei eine zentrale Rolle, denn er ist unter anderem für rund 40 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich. Umweltzeichen wie der Blaue Engel sollen dabei helfen, die ökologische Qualität von Bauprodukten transparent zu bewerten und die Verwendung nachhaltiger Materialien zu fördern. Ziel des Projekts war es, die bestehenden Vergabekriterien (DE-UZ 132 und DE-UZ 140) an aktuelle technische, ökologische und regulatorische Anforderungen anzupassen und zu erweitern bzw. Vorschläge für Anpassungen und Erweiterungen zu machen. Im Rahmen des Projekts wurden eine Marktanalyse, Fachgespräche, Workshops und eine Umfrage zur Außenwahrnehmung des Zeichens durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass eine materialoffene, anwendungsbezogene Vergabestruktur zu empfehlen ist. Bei der Erweiterung werden die Integration von Kreislaufwirtschaftsaspekten, die Einführung bilanzierender Umweltindikatoren (z. B. GWP) sowie verbesserte Verbraucherinformationen als von zentraler Bedeutung angesehen. Die Kriterien sollen für alle Dämmstofftypen anwendbar sein und eine ökologische Optimierung fördern. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Recyclingfähigkeit, dem Rezyklateinsatz und der Vermeidung von Kunststoffemissionen. Darüber hinaus wird ein Fokus auf die Bewertung der Flammschutzmittel im Bereich der allgemeinen stofflichen Anforderungen gesetzt. Die Erkenntnisse sollen eine transparente, wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Anpassung der Vergabekriterien bieten. Langfristig soll der Blaue Engel Hersteller, Planende und Verbraucher:innen umfassender bei der Wahl des Dämmstoffs unterstützen und somit die Transformation des Gebäudesektors hin zur Klimaneutralität vorantreiben.
This project focuses on the development of the Blue Angel ecolabel for insulation materials and systems in the context of the energy transition in heating. The project is based on the legally enshrined goal of making Germany greenhouse gas neutral by 2045 at the latest. The building sector plays a central role in this, being responsible for around 40 per cent of final energy consumption. Environmental labels such as the Blue Angel aim to transparently assess the ecological quality of building products and promote the use of sustainable materials. The project aimed to adapt and expand the existing award criteria (DE-UZ 132 and DE-UZ 140) in line with current technical, ecological, and regulatory requirements, and to suggest adjustments and expansions. As part of the project, a market analysis was conducted, along with expert discussions, workshops and a survey on the external perception of the label. The results show that an award structure that is open to different materials and application-oriented is recommended. The expansion will focus on integrating circular economy aspects, introducing balancing environmental indicators (e.g. GWP) and improving consumer information. The criteria should apply to all types of insulation material and promote ecological optimisation. Particular attention will be paid to recyclability, the use of recycled materials, and avoiding plastic emissions. Additionally, the evaluation of flame retardants within general material requirements will be a focus. These findings aim to provide a transparent, scientifically sound basis for adapting the award criteria. Ultimately, the Blue Angel aims to offer manufacturers, planners and consumers more comprehensive guidance on choosing insulation materials, thereby accelerating the transition of the building sector towards climate neutrality.
Schriftenreihe
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 73 ppn:505871920
Ressortforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Ressortforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz