Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz (III): Gesamtwirtschaftliche Effekte einer investitionsorientierten Klimaschutzpolitik / von Malte Oehlmann, Manuel Linsenmeier, Walter Kahlenborn (adelphi, Berlin), Ulrike Lehr, Markus Flaute (GWS, Osnabrück), Ralph Büchele, Patrick Andrä (Roland Berger, München) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: adelphi (Berlin) ; Redaktion: Fachgebiet I 1.4 Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum - Beate Hollweg

Anzeigen / Download3.24 MB

Discovery

1681639823

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-921577

DOI

ISBN

ISSN

Körperschaft

Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Mai 2019

Umfang

1 Online-Ressource (53 Seiten, 3,23 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: April 2018
Literaturverzeichnis: Seite 47-49
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Um das im Übereinkommen von Paris festgelegte Ziel zu erreichen, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2° Celsius und möglichst auf 1,5° Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, ist ein ambitionierter Klimaschutz nötig. Eine ambitionierte Klimaschutzpolitik senkt nicht nur die Treibhausgasemissionen, sondern bietet darüber hinaus vielfältige wirtschaftliche Chancen. In dieser Studie werden die gesamtwirtschaftlichen Effekte einer investitionsorientierten Klimaschutzpolitik in ausgewählten Handlungsfeldern bis zum Jahr 2030 beziffert. Für jedes der Handlungsfelder werden die Mehrinvestitionen in einem Szenario mit Mehrinvestitionen im Vergleich zu einem Referenzszenario ermittelt. Die im Vergleich zum Referenzszenario identifizierten Mehrinvestitionen sind erheblich. Sie steigen über den Betrachtungszeitraum an und betragen im Jahr 2030 rund 49 Mrd. Euro. Der mit Abstand größte Anteil der Mehrinvestitionen im Jahr 2030 entfällt auf das Handlungsfeld „Energetische Gebäudesanierung“. Die Mehrinvestitionen führen im Jahr 2030 dazu, dass die Investitionsquote des Szenarios mit Mehrinvestitionen die Investitionsquote des Referenzszenarios um etwa fünf Prozent übertrifft. Zudem liegt das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2030 etwa zwei Prozent über dem Wert der Referenz und es werden 220.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die Treibhausgasemissionen des Szenarios mit Mehrinvestitionen sind im Jahr 2030 etwa 33 Prozent geringer als im Referenzszenario und liegen etwa 63 Prozent unter den Emissionen im Basisjahr 1990.
To achieve the goal of the Paris agreement to keep global warming below two degrees Celsius compared to preindustrial levels or even limit it to no more than 1.5 degrees Celsius, an ambitious climate action is needed. An ambitious climate action policy does not only reduce greenhouse gas emissions, it also offers various economic benefits. This study quantifies the economic effects of an innovation oriented climate action policy in selected areas of action up to 2030. For each area of action, the additional investments in an investment scenario are compared to a reference scenario. The additional investments identified in comparison to the reference scenario are substantial. They increase during the considered period and amount up to 49 billion Euros in 2030. The area of action "energy-related building refurbishments” accounts by far for the highest share of additional investments in 2030. These additional investments lead to an investment rate in the investment scenario that is about 5% higher than in the reference scenario. Moreover, in the investment scenario the GDP in 2030 is 2% higher and 220,000 additional jobs are created. The greenhouse gas emissions in the investment scenario are about 33% lower than in the reference scenario and are about 63% below those of the base year 1990.

Schriftenreihe

Climate change ; 2019, 19 ppn:525877959

Gesamttitel

Band

Zeitschriftentitel

Bandtitel

Beschreibung

Zitierform

enthaltene Monographien

enthalten in mehrteiligem Werk

Vorgänger dieser Zeitschrift

Monographie
Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz (II): Die wachsenden Weltmärkte für Klimaschutzgüter und -dienstleistungen / von Jürgen Blazejczak, Dietmar Edler (DIW, Berlin), Walter Kahlenborn, Manuel Linsenmeier, Malte Oehlmann, Kerstin Bacher, Kora Töpfer (adelphi, Berlin), Ulrike Lehr, Christian Lutz, Anne Nieters, Markus Flaute (GWS, Osnabrück), Ralph Büchele, Gordon Wolgam (Roland Berger, München) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: adelphi (Berlin) ; Redaktion: Fachgebiet I 1.4 Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum - Beate Hollweg
Das Übereinkommen von Paris enthält das globale Ziel, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu halten sowie Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein ambitionierter Klimaschutz nötig. Deutsche Produzenten von Klimaschutzgütern, die im Export tätig sind, können von weltweitem Klimaschutz besonders stark profitieren. Die vorliegende Studie analysiert die wachsenden Weltmärkte für Klimaschutzgüter und –dienstleistungen bis zum Jahr 2030. Dafür werden ein 2°- und ein business-as-usual (BAU)-Szenario miteinander verglichen. Ausgehend von einem heutigen weltweiten Marktvolumen für Klimaschutzgüter von ca. 1.900 Mrd. Euro steigt das Marktvolumen im BAU-Szenario im Jahr 2030 auf über 5.400 Mrd. Euro und im 2°-Szenario auf über 7.500 Mrd. Euro. Der Export von Klimaschutztechnologiegütern aus Deutschland wächst jährlich - in realer Rechnung - um 3,7 Prozent (BAU-Szenario) bzw. 6,1 Prozent (2°-Szenario). Dabei nimmt der Export in andere EU-Länder sowie in die BRICS-Staaten nur unterdurchschnittlich zu. Die zusätzlichen Exporte führen dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt im 2°-Szenario im Jahr 2030 um mehr als ein Prozent über dem Wert des BAU-Szenarios liegt. Zudem werden im Jahr 2030 etwa 110.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die Studie analysiert darüber hinaus Fallbeispiele attraktiver Exportmärkte und erfolgreich exportierender Unternehmen und leitet daraus politische Handlungsempfehlungen ab.

Nachfolger dieser Zeitschrift