Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz (I): Der Status Quo / Jürgen Blazejczak, Dietmar Edler (DIW, Berlin), Walter Kahlenborn, Manuel Linsenmeier, Malte Oehlmann, Kerstin Bacher (adelphi, Berlin), Ulrike Lehr, Christian Lutz, Anne Nieters, Markus Flaute (GWS, Osnabrück), Ralph Büchele, Gordon Wolgam (Roland Berger, München) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: adelphi (Berlin) ; Redaktion: Fachgebiet I 1.4 Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum - Beate Hollweg

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1681628708

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urn:nbn:de:gbv:3:2-921561

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Mai 2019

Umfang

1 Online-Ressource (82 Seiten, 4,07 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: April 2018
Literaturverzeichnis: Seite 76-82
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz“ beschreibt und quantifiziert die vorliegende Studie die ökonomische Bedeutung des bisherigen Klimaschutzes für Deutschland. Der Umsatz, die Beschäftigung und die Exporte der Klimaschutzwirtschaft in Deutschland werden mit Hilfe von Produktions- und Handelsstatistiken berechnet. Dafür wird angenommen, dass die Klimaschutzwirtschaft grundsätzlich alle Wirtschaftseinheiten umfasst, die Waren und Dienstleistungen für Klimaschutzaktivitäten produzieren. Basierend auf Güterlisten beträgt der Anteil von potenziellen Klimaschutzgütern an der Gesamtproduktion der deutschen Industrie demnach bis zu 3,6 Prozent. Werden indirekte Beschäftigungswirkungen mitberücksichtigt, schafft der Klimaschutz in Deutschland Beschäftigung für bis zu eine Mio. Menschen. Außerdem wird der Anteil von Klimaschutztechnologiegütern am deutschen Warenexport basierend auf Handelsstatistiken auf etwa 9,4 Prozent geschätzt. Desweiteren beschreibt die Studie die Auswirkungen des bisherigen Klimaschutzes auf Innovationen. Demnach kommen fast 50 Prozent aller Patentanmeldungen im Bereich Klimaschutz in Europa aus Deutschland. Die Studie beschreibt auch die Auswirkungen des Klimaschutzes auf die Versorgungssicherheit Deutschlands. Außerdem quantifiziert die Studie die vermiedenen gesellschaftlichen Folgekosten des Klimawandels und die Kosteneinsparungen durch geringeren Energie- und Ressourcen verbrauch. Die Kosteneinsparungen durch Klimaschutzes werden jeweils auf zweistellige Milliardenbeträge geschätzt. Desweiteren diskutiert die Studie, welches wirtschaftliche Potenzial die Verzahnung von Klimaschutz und Rohstoff- und Materialeffizienz bietet und wie durch konsequenten Klimaschutz Fehlinvestitionen vermieden werden können.
This study, which is part of the project „economic benefits of climate change mitigation”, describes and quantifies the economic significance of climate action for Germany. The turnover, employment and exports of the climate action industry in Germany are calculated with the help of production and trade statistics. It is assumed that the climate action industry comprises all economic entities that produce goods and services for climate action activities. Based on product lists, the share of potential climate action goods of the total production of German industry is 3.6%. If indi rect employment effects are considered, climate action in Germany creates jobs for up to one million people. Based on trade statistics, the share of climate action goods of the total German export of goods is estimated at 9.4%. Moreover, this study describes the impact of climate action on innovation. Almost 50% of all patent registrations in the area of climate action in Europe are from Germany. This study also describes the impacts of climate action on the German security of supply. Moreover, the study quantifies the avoided social follow-up costs of climate change and the saved costs due to less energy and resource consump tion. The costs saved by climate action are estimated at tens of millions of Euros. The study also dis cusses the economic potential of an interlocking of climate action and resource and material efficiency and how misinvestments can be avoided by consistent climate action.

Schriftenreihe

Climate change ; 2019, 17 ppn:525877959

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Wirtschaftliche Chancen durch Klimaschutz (II): Die wachsenden Weltmärkte für Klimaschutzgüter und -dienstleistungen / von Jürgen Blazejczak, Dietmar Edler (DIW, Berlin), Walter Kahlenborn, Manuel Linsenmeier, Malte Oehlmann, Kerstin Bacher, Kora Töpfer (adelphi, Berlin), Ulrike Lehr, Christian Lutz, Anne Nieters, Markus Flaute (GWS, Osnabrück), Ralph Büchele, Gordon Wolgam (Roland Berger, München) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: adelphi (Berlin) ; Redaktion: Fachgebiet I 1.4 Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, nachhaltiger Konsum - Beate Hollweg
Das Übereinkommen von Paris enthält das globale Ziel, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu halten sowie Anstrengungen zu unternehmen, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein ambitionierter Klimaschutz nötig. Deutsche Produzenten von Klimaschutzgütern, die im Export tätig sind, können von weltweitem Klimaschutz besonders stark profitieren. Die vorliegende Studie analysiert die wachsenden Weltmärkte für Klimaschutzgüter und –dienstleistungen bis zum Jahr 2030. Dafür werden ein 2°- und ein business-as-usual (BAU)-Szenario miteinander verglichen. Ausgehend von einem heutigen weltweiten Marktvolumen für Klimaschutzgüter von ca. 1.900 Mrd. Euro steigt das Marktvolumen im BAU-Szenario im Jahr 2030 auf über 5.400 Mrd. Euro und im 2°-Szenario auf über 7.500 Mrd. Euro. Der Export von Klimaschutztechnologiegütern aus Deutschland wächst jährlich - in realer Rechnung - um 3,7 Prozent (BAU-Szenario) bzw. 6,1 Prozent (2°-Szenario). Dabei nimmt der Export in andere EU-Länder sowie in die BRICS-Staaten nur unterdurchschnittlich zu. Die zusätzlichen Exporte führen dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt im 2°-Szenario im Jahr 2030 um mehr als ein Prozent über dem Wert des BAU-Szenarios liegt. Zudem werden im Jahr 2030 etwa 110.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die Studie analysiert darüber hinaus Fallbeispiele attraktiver Exportmärkte und erfolgreich exportierender Unternehmen und leitet daraus politische Handlungsempfehlungen ab.