Comparison of downstream market-based policies to reduce agricultural emissions : agri-food Emissions Trading Scheme and Mandatory Climate Standard : final report / by Hugh McDonald, Jonathan Gardiner (Ecologic Institute, Berlin) ; on behalf of the German Environment Agency ; edited by: Section V 3.3 Ökonomische Grundsatzfragen des Emissionshandels, Auktionierung, Auswertungen - Julio Fournier, Giacomo Raederscheidt
Download1.22 MB
Comparison of downstream market-based policies to reduce agricultural emissions Discovery
1969710756
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1187728
DOI
ISBN
ISSN
Koordinaten
Skalierung
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (44 Seiten, 1,22 MB)
Ausgabevermerk
Sprache
eng
Anmerkungen
Literaturverzeichnis: Seite 42-44
Report completed in: March 2026
Sprache der Zusammenfassung: Englisch, Deutsch
Inhaltliche Zusammenfassung
This report evaluates three downstream market-based instruments currently under consideration by the European Commission for cutting greenhouse-gas (GHG) emissions in the EU agri-food sector: (i) a Mandatory Climate Standard (MCS) applied to meat and dairy processors, (ii) an MCS applied to food retailers, and (iii) an Agricultural Emissions Trading Scheme (AgETS) applied to processors. All three mechanisms oblige regulated entities to reduce farm-level agricultural GHG emissions embedded in the products they handle or sell. To comply, regulated entities have different options including adapting their product portfolios and purchasing certified farm-level mitigation credits (CRCF certificates). The study begins by drawing on technical papers and stakeholder workshops led by the European Commission to compare the options across key design dimensions including scope, point of obligation, approach to monitoring, reporting, and verification (MRV), and degree of trading. We then briefly assess the proposed policy options against key criteria, including their incentivised mitigation actions, emission leakage risk, potential gains from trade, and administrative and compliance costs. The results show several trade-offs between the different options. While the retailer-level MCS option captures the widest range of emissions, it suffers from high MRV complexity that poses practical challenges and administrative costs - creating significant barriers to efficiency and effectiveness. The processor-level AgETS might offer superior cost-efficiency through allowance trading, while the processor-level MCS is simpler to administer but lacks trading flexibility. Carbon leakage could pose a potential problem under all options, albeit through different channels. The magnitude of this risk is difficult to predict, and current options for mitigating these risks are limited. We conclude the study by suggesting how policy options could evolve or be sequenced over time. In the short term, the processor-based MCS option seems more feasible due to its narrower product scope and more straightforward MRV requirements, enabling faster implementation and institutional learning. Over time, increasing policy ambition and expanded MRV capacity, may motivate a shift toward more comprehensive frameworks, such as an AgETS, that can deliver higher efficiency.
Dieser Bericht bewertet drei marktbasierte Instrumente, die auf nachgelagerte Unternehmen in der Wertschöpfungskette abzielen und derzeit von der Europäischen Kommission zur Reduktion von Treibhausgasemissionen (THG) im EU-Agrar- und Lebensmittelsektor geprüft werden: (i) einen verpflichtenden Klimastandard (Mandatory Climate Standard, MCS) für Fleisch- und Milchverarbeitungsbetriebe, (ii) einen MCS für Lebensmitteleinzelhändler und (iii) ein Emissionshandelssystem für die Landwirtschaft (AgETS), angewandt auf Verarbeitungsbetriebe. Alle drei Mechanismen verpflichten regulierte Unternehmen und Organisationen, die in ihren verarbeiteten oder verkauften Produkten enthaltenen landwirtschaftlichen THG-Emissionen auf Betriebsebene zu reduzieren. Zur Einhaltung stehen sie verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter die Anpassung ihres Produktportfolios sowie der Erwerb zertifizierter Emissionsminderungszertifikate auf Betriebsebene (CRCF-Zertifikate). Die Studie stützt sich zunächst auf technische Papiere und Stakeholder-Workshops unter der Leitung von Europäischen Kommission, um die Optionen anhand zentraler Gestaltungsdimensionen zu vergleichen: Anwendungsbereich, Regulierungsansatz, Ansätze für Monitoring, Berichterstattung und Verifizierung (MRV) sowie das Ausmaß der Handelbarkeit. Anschließend werden die vorgeschlagenen Politikoptionen kurz anhand zentraler Kriterien bewertet, darunter die gesetzten Anreize zur Emissionsminderung, das Risiko von Carbon Leakage, potenzielle Handelsgewinne sowie Verwaltungs- und Compliance-Kosten. Die Ergebnisse zeigen mehrere Zielkonflikte zwischen den verschiedenen Optionen. Während ein MCS auf Ebene der Lebensmitteleinzelhandel den größten Anteil an Emissionen erfasst, geht diese Option mit einer hohen MRV-Komplexität einher, die praktische Herausforderungen und Verwaltungskosten verursacht und damit erhebliche Hürden für Effizienz und Wirksamkeit schafft. Ein AgETS auf Ebene der Verarbeitungsbetriebe könnte durch den Handel mit Zertifikaten eine höhere Kosteneffizienz bieten, während ein MCS auf derselben Ebene einfacher umzusetzen wäre, jedoch weniger Flexibilität beim Handel bietet. Carbon Leakage könnte bei allen Optionen ein potenzielles Problem darstellen, wenn auch über unterschiedliche Kanäle. Das Ausmaß dieses Risikos ist schwer vorherzusagen und die derzeitigen Möglichkeiten zu seiner Minderung sind begrenzt. Abschließend zeigt die Studie auf, wie sich die Politikoptionen im Zeitverlauf weiterentwickeln oder sinnvoll aufeinander aufbauen könnten. Kurzfristig erscheint die auf Verarbeitungsbetriebe ausgerichtete MCS-Option aufgrund ihres engeren Produktumfangs und der einfacheren MRV-Anforderungen besser umsetzbar, da sie eine schnellere Implementierung und institutionelles Lernen ermöglicht. Langfristig könnten ein steigendes Ambitionsniveau und ausgeweitete MRV-Kapazitäten einen Übergang zu umfassenderen Politikinstrumenten wie einem AgETS ermöglichen, die eine höhere Effizienz bieten.
Schriftenreihe
Climate change. Umweltbundesamt ; 2026, 28 ppn:525877959
AA-Forschungsplan of the Federal Foreign Office
AA-Forschungsplan of the Federal Foreign Office