DAS: Weiterentwicklung und Harmonisierung des Indikators zur hitzebedingten Übersterblichkeit in Deutschland : Abschlussbericht / von Dr. Matthias an der Heiden, Sebastian Buchien und Claudia Winklmayr (Robert Koch-Institut, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet II 1.5, Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung - Dr. Hans-Guido Mücke

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DAS: Weiterentwicklung und Harmonisierung des Indikators zur hitzebedingten Übersterblichkeit in Deutschland

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1948964813

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urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1173693

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Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2025

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1 Online-Ressource (85 Seiten, 8,47 MB) : Diagramme

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ger

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Literaturverzeichnis: Seite 84-85

Abschlussdatum: Oktober 2024

Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Abstract

Im Rahmen des Projekts konnte bestätigt werden, dass die zur wochengenauen Auswertung verwendeten generalisierten additiven Modelle mit Verzögerung den Effekt der Dauer von Hitzewellen auf die Mortalität durch die multiplikative Struktur bereits relativ gut abbilden. Der Vergleich zwischen Modellen unterschiedlicher Auflösung zeigte, dass eine tagesgenaue Modellierung die Anzahl hitzebedingter Sterbefälle präziser schätzen kann. Insbesondere in Jahren mit kurzen Hitzeperioden werden die Schätzungen durch eine tagesgenaue Analyse vollständiger. Als Schwellenwert erweitern wir das Kriterium für die wochengenauen Auswertungen um auf Basis der Eigenschaften der Expositions-Wirkungskurven zwischen nur wärmeassoziierten und hitzebedingten Sterbefällen zu unterscheiden. Die Analyse der hitzebedingten Mortalität in städtischen und ländlichen Regionen bestätigte eine stärkere Hitzeexposition in Städten, vermutlich bedingt durch die reduzierte nächtliche Abkühlung (Wärmeinseleffekt), vornehmlich in West- und Süddeutschland. Eine gegebene Wochenmitteltemperatur führte unabhängig vom Kreistyp zu einer sehr ähnlichen Wirkung auf die Mortalität. Die Schadstoffbelastung scheint daher keinen großen Unterschied zu machen. Eine Analyse der Unterschiede hitzebedingter Mortalität zwischen Männern und Frauen zeigte, dass der höhere Anteil von Frauen in den höheren Altersgruppen zu höheren Anzahlen hitzebedingter Sterbefälle bei Frauen führt. Darüber hinaus fanden wir in den 1990er Jahren und auch bis zum Jahr 2003 in manchen Regionen Deutschlands eine stärkere Hitzewirkung auf die Sterblichkeit von Frauen. Diese Unterschiede zwischen Männern und Frauen glichen sich nach dem Jahr 2003 aber an, so dass beide Geschlechter seitdem etwa gleich stark von hitzebedingter Sterblichkeit betroffen sind. Im Vergleich über die drei Dekaden seit 1992 zeigte sich insgesamt ein leicht rückläufiger Trend der Hitzewirkung in Deutschland. Entsprechend zeigt sich ein weniger starker Anstieg der Anzahl hitzebedingter Sterbefälle in diesem Zeitraum als aufgrund der steigenden Temperaturen in der Folge des Klimawandels zu erwarten gewesen wäre.

The project was able to confirm that the generalised additive models with delay used for weekly analysis well reflect the effect of the duration of heat waves on mortality through the multiplicative structure. The comparison between models of different resolution showed that a day-based modelling can estimate the number of heat-related deaths more precisely. Particularly in years with short heat waves, the estimates become more complete with a day-based analysis. As a threshold, we propose a new criterion based on the characteristics of the exposure-response curves to distinguish between heat-associated and heat-related deaths. The analysis of heat-related mortality in urban and rural areas confirmed a higher exposure to heat in cities, presumably due to the reduced night time cooling (heat island effect), especially in western and southern Germany. A given weekly mean temperature had a very similar effect on mortality, regardless of district type. The pollutant load therefore does not seem to make much difference. An analysis of the differences in heat-related mortality between men and women showed that the higher proportion of women in the older age groups led to higher numbers of heat-related deaths among women. Furthermore, we found a stronger heat effect on mortality among women in some regions of Germany in the 1990s and up to 2003. These differences between men and women became more equal after 2003, however, so that since then both sexes have been affected by heat-related mortality to roughly the same extent. When comparing the decades, there was a slight overall downward trend in the effect of heat in Germany. A comparison of the three decades since 1992 shows a slight overall downward trend in the impact of heat in Germany. Accordingly, there has been less of an increase in the number of heat-related deaths during this period than would have been expected due to rising temperatures as a result of climate change.

Series

Umwelt und Gesundheit ; 2025, 04 ppn:767566041
Ressortforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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