Verankerung der Wissens- und Kompetenzentwicklung zu den Themen Trans- und Intergeschlechtlichkeit in den Bildungslehrplänen und Curricula von Ausbildungs- und Studiengängen relevanter Sozial- und Gesundheitsberufe : Policy Paper / verfasst von: Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg, Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur)
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Discovery
1807081184
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-906709
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Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Merseburg : Hochschule Merseburg, November 2021
Umfang
1 Online-Ressource (97 Seiten, 0,71 MB)
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Das vorliegende Diskussionspapier erörtert auf Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Sachstands und der gesellschaftlichen Debatte, wie die Themenfelder Transgeschlechtlichkeit, Intergeschlechtlichkeit und allgemein geschlechtliche Vielfalt in den Curricula der Ausbildungsberufe Psychotherapeut*in, Erzieher*in, Pflegefachkraft, Hebamme/ Geburtshelfer*in, Logopäd*in und Sozialversicherungsfachangestellte*r sowie den Studiengängen (Human-)Medizin, Psychologie, Lehramt, Soziale Arbeit, Hebammenkunde/ Hebammenwissenschaft und Logopädie repräsentiert sind. Mit Hilfe eines computerbasierten quantitativen Forschungsdesigns wurden Rahmenlehrpläne, Modulhandbücher sowie Vorlesungsverzeichnisse dieser Ausbildungs- und Studiengänge untersucht. Die Erhebung legt den Schluss nahe, dass die Themen Trans-, Intergeschlechtlichkeit und geschlechtliche Vielfalt nur vereinzelt oder gar nicht behandelt werden. Nur in 13 Prozent der Dokumente konnten Hinweise auf eine Befassung gefunden werden. Zwar insgesamt auch nur selten, aber dennoch am häufigsten, wird Trans- und Intergeschlechtlichkeit in der Psychotherapeut*innenausbildung sowie im Studiengang der (Human)Medizin inhaltlich aufgegriffen. Allerdings entspricht die Auseinandersetzung selten dem aktuellen Stand der Forschung, Trans- und Intergeschlechtlichkeit werden problematischer Weise überwiegend pathologisierend konnotiert. Das Thema geschlechtliche Vielfalt wird am häufigsten in den Studiengängen der Sozialen Arbeit und des Lehramts und dort im Rahmen der Behandlung allgemeiner Menschenrechte aufgegriffen. Eine tiefgehende Auseinandersetzung in Bezug auf trans- und intergeschlechtliche Personen findet nicht statt. Auf Basis der Studienergebnisse des CuFoTI-Projekts (CuFoTI-Abschlussbericht 2020, unveröffentlicht) werden abschließend handlungsrelevante Ableitungen getroffen, die besonders für Entscheidungsträger*innen von Bildungseinrichtungen und in der Politik sowie für interessierte Lehrende und Fachkräfte relevant sind.