Dekarbonisierung der Prozesswärme in der Industrie : Reformoptionen für die prozessbezogenen Entlastungsregelungen bei der Energie- und Stromsteuer : Teilbericht im Rahmen des Projektes "Der Beitrag ökonomischer Instrumente zur Erreichung der Klimaschutzziele: Die Rolle der staatlich bestimmten Energiepreisbestandteile im Instrumenten-Mix" : Teilbericht / von Florian Zerzawy, Simon Meemken (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, Berlin), Lisa Becker, Christian Lutz (Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung, Osnabrück), Prof. Dr. Stefan Klinski, Friedhelm Keimeyer, Verena Graichen (Öko-Institut, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Öko-Institut ; Redaktion: Fachgebiet I 1.4 Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, sozial-ökologischer Strukturwandel, nachhaltiger Konsum - Dr. Benjamin Lünenbürger
Anzeigen / Download6.21 MB
Discovery
1961207753
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1176226
DOI
ISBN
ISSN
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2025
Umfang
1 Online-Ressource (88 Seiten, 6,21 MB) : Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Literaturverzeichnis: Seite 70-73
Abschlussdatum: Oktober 2024
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Prozesswärme wird in sehr vielen industriellen Produktionsprozessen benötigt. Sie ist für zwei Drittel des industriellen Endenergieverbrauchs verantwortlich. Sie wird bislang dominiert von fossilen Energieträgern wie Gas und Kohle. Der industrielle Anlagenpark ist sehr heterogen, hat aber Potenzial zur Umstellung auf Direktelektrifizierung oder zur Umstellung auf Wasserstoff. Die Kosten einer Umstellung werden v.a. durch die Energiepreise bestimmt, investive Anschaffungskosten fallen dagegen nicht so stark ins Gewicht. Daher ist die Differenz zwischen den Strompreisen und den Preisen fossiler Energieträger entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. Die bisherige Struktur der staatlich bestimmten Energiepreisbestandteile begünstigt den Einsatz fossiler Energieträger. Denn die Ausrichtung staatlich bestimmter Abgaben, Umlagen und Entgelte und darauf bezogene Entlastungen tragen maßgeblich zu den Kostenunterschieden bei den Energieträgern bei. Aus diesem Grund werden im Folgenden verschiede Optionen untersucht, die die Kostendifferenz abbauen oder ggf. sogar umkehren, und damit zu einer Reduzierung des Einsatzes fossiler Energieträger beitragen. Dieses Kurzpapier betrachtet mögliche Ansätze zum Abbau von Entlastungen für fossile Energieträger bei der Energie- und Stromsteuer für energieintensive Prozesse und Verfahren, um die Wirtschaftlichkeit CO2-neutraler Prozesstechnologien zu verbessern. Durch ergänzende Förderprogramme zur Dekarbonisierung kann in Summe eine mögliche Ausgestaltung belastungsneutral für die Wirtschaft gestaltet werden.
Process heat accounts for two thirds of final industrial energy consumption. It is currently dominated by fossil fuels such as gas and coal. The industrial plant fleet is very heterogeneous but has potential for conversion to direct electrification or conversion to hydrogen. The cost of conversion is mainly determined by energy prices; the initial investment cost is less important. Therefore, the difference between electricity prices and fossil fuel prices is critical for economic viability. The current structure of regulated energy price components favours the use of fossil fuels. For this reason, we present various reform options that reduce the cost differential and contribute to a reduction in the use of fossil fuels for process heat applications. This paper discusses a proposal for energy-intensive processes in the energy and electricity tax that reduces the cost differences between fossil energy sources and electricity by removing relief for fossil energy sources, thereby improving the economic viability of CO2-neutral process technologies in particular. In addition, public funding for decarbonisation programmes can make the reform burden-neutral for the economy.
Schriftenreihe
Climate change. Umweltbundesamt ; 2025, 19 ppn:525877959
REFOPLAN des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
REFOPLAN des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz