Vertical grants and local public efficiency / Ivo Bischoff; Peter Bönisch; Peter Haug; Annette Illy
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737554517
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-22404
DOI
ISBN
ISSN
Autorin / Autor
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Inst. für Wirtschaftsforschung, 2013
Umfang
Online-Ressource (IV, 34 S., 0,5 MB) : graph. Darst.
Ausgabevermerk
Sprache
eng
Anmerkungen
Zsfassung in dt. Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
This paper analyses the impact of vertical grants on local public sector efficiency. First, we develop a theoretical model in which the bureaucrat sets the tax price while voters choose the quantity of public services. In this model, grants reduce efficiency if voters do not misinterpret the amount of vertical grants the local bureaucrats receive. If voters suffer from fiscal illusion, i.e. overestimate the amount of grants, our model yields an ambiguous effect of grants on efficiency. Second, we use the model to launch a note of caution concerning the inference that can be drawn from the existing cross-sectional studies in this field: Taking into account vertical financial equalization systems that reduce differences in fiscal capacity, empirical studies based on cross-sectional data may yield a positive relationship between grants and efficiency even when the underlying causal effect is negative. Third, we perform an empirical analysis for the German state of Saxony-Anhalt, which has implemented such a fiscal equalization system. We find a positive relationship between grants and efficiency. Our analysis shows that a careful reassessment of existing empirical evidence with regard to this issue seems necessary. -- Vertical grants ; local public finance ; efficiency ; DEA ; bureaucracy
Dieser Beitrag untersucht den Einfluss vertikaler Zuweisungen (d.h. Zuweisungen einer übergeordneten Gebietskörperschaft an eine nachgeordnete Gebietskörperschaft) auf die Effizienz des kommunalen Sektors. Erstens wird ein theoretisches Modell entwickelt, in dem die Bürokraten den Steuerpreis festsetzen, während die Wähler über die gewünschte Menge der öffentlichen Leistungen entscheiden. In diesem Modellrahmen bewirken Zuweisungen eine Effizienzverringerung, solange die Wähler die Höhe der vertikalen Zuweisungen, die die Bürokraten erhalten haben, nicht falsch einschätzen. Falls die Wähler unter Fiskalillusion leiden sollten, d.h. die Höhe der erhaltenen Zuweisungen überschätzen, liefert das Modell keine eindeutigen Ergebnisse bezüglich der Effizienzwirkungen von Zuweisungen mehr. Zweitens werden die Modellergebnisse herangezogen, um zur Vorsicht bei Rückschlüssen aus den vorliegenden Querschnittsanalysen zu diesem Bereich zu mahnen: Bei vertikalen Finanzausgleichssystemen zum Ausgleich von Finanzkraftunterschieden können empirische Untersuchungen auf der Basis von Querschnittsdaten einen positiven Zusammenhang zwischen Effizienz und Zuweisungen nahelegen, selbst wenn der zugrundeliegende Kausalzusammenhang negativ ist. Drittens wird eine empirische Analyse für das Bundesland Sachsen-Anhalt durchgeführt, das ein entsprechendes System des kommunalen Finanzausgleichs praktiziert. Die Ergebnisse deuten auf einen positiven Zusammenhang zwischen Zuweisungen und kommunaler Effizienz hin. Die Analyse zeigt daher, dass eine vorsichtige Neubewertung der vorliegenden empirischen Ergebnisse zu diesem Thema notwendig scheint. -- Vertikale Zuweisungen ; Kommunalfinanzen ; Effizienz ; DEA ; Bürokratie
Schriftenreihe
IWH-Diskussionspapiere ; 2013,1 ppn:37244492X