Schwellenwerte für die Vorprüfung von Änderungsvorhaben nach Anlage 1 UVPG : Abschlussbericht / von Dipl.-Ing. Doris Grahn, Dipl.-Ing. Falk Rebbe, Dr. rer. nat. Ute Fischer-Zujkov (GICON® GmbH Dresden), Joachim Kloos, Prof. Dr. Martin Schulte, Dr. Martina Wohlan (Petersen Hardraht Pruggmayer, Dresden) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet I 2.5 "Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen" - Carsten Alsleben

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1950009394

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1174937

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2025

Umfang

1 Online-Ressource (329 Seiten, 10,68 MB) : Illustrationen, Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: März 2023
Quellenverzeichnis: Seite 321-328
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Zur Verminderung der mit dem Vollzug des deutschen Rechts einhergehenden Lasten für Behörden und Vorhabenträger sollte geprüft werden, ob eine Verringerung der Anzahl der UVP-Vorprüfungen bei Änderungsvorhaben nach Anlage 1 des UVPG durch die Einführung von Schwellenwerten für Bagatelländerungen EU-rechtlich zulässig, aus Umweltsicht vertretbar und praktisch-fachlich möglich ist. Hierzu wurden zunächst die entsprechenden Regelungen der Nachbarländer Polen, Österreich, Frankreich und Niederlande sowie die EuGH-Rechtsprechung und die dazu bekannten Stellungnahmen der Europäischen Kommission ausgewertet. Es wurde herausgearbeitet, dass für die Regelung von Schwellenwerten für die Vorprüfung von Änderungsvorhaben die Instrumentarien des Art. 4 Abs. 2 UVP-RL einzeln oder in Kombination verwendet werden können und dass die dort aufgezählten Regelungsmöglichkeiten nicht abschließend sind. Parallel wurde auf Basis der Auswertung von durchgeführten Vorprüfungen und theoretischen Änderungsvorhaben eine Methode entwickelt, mit welcher Schwellenwerte für Fallkonstellationen von Änderungsvorhaben abgeleitet werden können, bei deren Unterschreitung eine UVP-Vorprüfung entfallen kann. Abschließend wurde die Methode auf konkrete Änderungsvorhaben mit positiver Klimawirkung angewendet. Die Studie liefert Vorschläge für Schwellenwerte für die Eröffnung der UVP-Vorprüfungspflicht für Änderungsvorhaben mit positiver Klimawirkung nach Anlage 1 des UVPG.
In order to reduce the burden on authorities and project developers associated with the enforcement of German law, it should be examined whether a reduction in the number of EIA preliminary reviews for change projects in accordance with Appendix 1 of the UVPG by introducing threshold values for minor changes is permissible under EU law and justifiable from an environmental perspective and is practically and technically possible. For this purpose, the corresponding regulations of the neighboring countries Poland, Austria, France, and the Netherlands as well as the ECJ case law and the known opinions of the European Commission on this matter were first evaluated. It was highlighted that the instruments of Article 4 Para. 2 EIA Directive can be used individually or in combination to regulate threshold values for the peliminary examination of proposed changes, and that the regulatory options listed there are not exhaustive. At the same time, based on the evaluation of preliminary tests carried out and of theoretical change projects, a method was developed that allows the derivation of threshold values for case constellations of change projects. If these are not met, an EIA preliminary test can be omitted. Finally, the method was applied to specific change projects with a positive climate impact. The study provides suggestions for threshold values for the initiation of the EIA preliminary review requirement for change projects with a positive climate impact according to Annex 1 of the UVPG.

Schriftenreihe

Texte. Umweltbundesamt ; 2025, 150 ppn:505871920
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

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