Sind Männer nicht (mehr) gesellschaftsfähig? : Männlichkeiten versus Geleichstellungspolitiken: Wer oder was gefährdet hier den sozialen Zusammenhalt? / Autor*in: Lena Ehmer ; Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.
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Sind Männer nicht (mehr) gesellschaftsfähig? Discovery
1983683558
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1202818
DOI
ISBN
ISSN
Koordinaten
Skalierung
Autorin / Autor
Beiträger
Erschienen
Magdeburg : Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V., 2026
Umfang
1 Online-Ressource (142 Seiten, 1,1 MB) : Illustrationen
Ausgabevermerk
1. Auflage
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Konstruktionen von Geschlecht prägen das Aufwachsen junger Menschen. Jungen* orientieren sich an gesellschaftlichen Vorstellungen über Männlichkeit(en) und an Männern*, die ihnen Geschlechterrollen vorleben und anbieten. Pädagogik hat die Aufgabe, geschlechtergerecht zu agieren. Für deren Erfüllung ist es hilfreich, die aktuellen, widersprüchlichen Erzählungen von Männlichkeit(en) zu kennen und ihren gesellschaftlichen Zusammenhang zu verstehen. Lena Ehmer (sie/ihr) stellt in ihrer Arbeit eindrücklich dar, wie Männlichkeit(en) konstruiert und gesellschaftlich geprägt werden. Sie stellt außerdem dar, wie durch ein einseitiges, hegemoniales Männerbild, das bei vielen Menschen verbreitet ist, der soziale Zusammenhalt ins Schwanken geraten kann. Der soziale Zusammenhalt aber ist ein Anliegen der Pädagogik, die auf einseitige Konstrukte hegemonialer Männlichkeit reagieren muss, um einseitigen Machtverhältnissen entgegenzuwirken und für tatsächliche Chancengleichheit aller Geschlechter einzustehen. Im pädagogischen Kontext müssen Kindern und Jugendlichen andere Männer*bilder angeboten und diskutiert werden. Lena Ehmer weist in der Arbeit auch darauf hin, dass Prägung zwar mit den Menschen geschieht, aber die Verantwortung für das eigene Handeln nicht außer Acht gelassen werden darf. In der pädagogischen Arbeit werden Kinder und Jugendliche dabei unterstützt, diese Balance zwischen der Reflexion der eigenen Prägung und dem eigenverantwortlichen Handeln zu finden. Lena Ehmers Arbeit trägt dazu bei, die Attraktivität hegemonialer Männerbilder zu verstehen und in die aktuelle Zeit der Multikrisenlagen einzuordnen. Damit sorgt sie für Hintergrundinformationen, die zentrale Anliegen geschlechtergerechter Pädagogik stützen.
Schriftenreihe
Blaue Reihe