Hearing in penguins : Hörfähigkeiten von Pinguinen / von Michaël Beaulieu, Ulrike Buschewski, Dorit Liebers-Helbig, Anne May, Helen Rößler, Michael Dähne (Deutsches Meeresmuseum, Stralsund), Magnus Wahlberg, Kenneth Sørensen (Süddänische Universität, Odense), Guido Dehnhardt, Jenny Ann Byl, Tabea Lange, Lars Miersch (Marine Science Center, Rostock), Jana Hoffmann, Cora Albrecht, Sylke Frahnert, Denise Jäckel, Alvaro Ortiz Troncoso (Museum für Naturkunde, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Deutsches Meeresmuseum ; Redaktion: Fachgebiet II 2.2 Schutz der Polargebiete - Mirjam Müller
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Discovery
1896196071
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-1071155
DOI
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ISSN
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Juli 2024
Umfang
1 Online-Ressource (109 Seiten, 4,37 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Literaturverzeichnis: Seite 63-64
Abschlussdatum: Juni 2022
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Das Hauptziel des Projekts "Hearing in Penguins" war es, Audiogramme bei Pinguinen sowohl in der Luft als auch unter Wasser zu messen. Innerhalb der vier Jahre des Projekts konnten wir Humboldt-Pinguine für die Messung von Audiogrammen trainieren. Die Ergebnisse dieses psychoakustischen Ansatzes zeigen, dass Pinguine in der Luft zwischen 1 und 4 kHz am besten hören. Wir haben außerdem eine nicht-invasive Methode entwickelt, die auf der Verwendung von externen Elektroden basiert, um die akustisch evozierten Potenziale in der Luft bei Pinguinen zu messen. Darüber hinaus hat die Entwicklung einer Tieraudiogramm-Datenbank, die wir im Laufe des Projekts online gestellt haben, den Vergleich zwischen den bei Pinguinen und anderen Wassertieren gemessenen Audiogrammen erleichtert. Aufgrund einer Reihe unerwarteter Schwierigkeiten war es uns jedoch nicht möglich, Unterwasser-Audiogramme bei Pinguinen zu messen. Die Anpassungen des Gehörs bei Pinguinen wurden außerdem untersucht, indem ihr Innen- und Mittelohr mit CT-Scans sichtbar gemacht wurde, was darauf hindeutet, dass das Hörvermögen von Pinguinen beim Tauchen wahrscheinlich erhalten bleibt. Entsprechend fanden wir während Unterwasser-Playback-Experimente heraus, dass Pinguine mit einer erstaunlich niedrigen Reaktionsschwelle Geräuschimpulsen unter Wasser ausweichen können und auf Unterwassergeräusche konditioniert werden können. Es wurden auch erhebliche Maßnahmen ergriffen, um über das Projekt und die Lärmbelästigung unter Wasser zu kommunizieren. Mit einer Vielzahl von Ansätzen wurde die Öffentlichkeit, in den Medien und online, z.B. durch Präsentationen erreicht. Insgesamt war das Projekt "Hearing in Penguins" sehr erfolgreich, da die überwiegende Mehrheit der ursprünglichen Ziele erreicht wurde. Am bedeutendsten ist jedoch, dass unser Projekt den Grundstein für zukünftige Studien über das Hörvermögen von tauchenden Vögeln gelegt hat und so zu einem größeren Verständnis beiträgt, inwiefern Meeresvögel von Unterwasserlärm betroffen sind.
The main aim of the project “Hearing in Penguins” was to measure audiograms in penguins both in the air and under water. Within the four years of the project, we were able to train Humboldt penguins to ultimately measure in-air audiograms. The results of this psychoacoustic approach indicate that penguins hear best between 1 and 4 kHz in air. We also developed a non-invasive method based on the use of external electrodes to measure in-air auditory evoked potentials in penguins. Moreover, the creation of an animal audiogram databank that we launched online during the course of the project has facilitated the comparison between audiograms measured in penguins and those measured in other aquatic animals. Because of a variety of unexpected difficulties, we were, however, unable to measure underwater audiograms in penguins. Hearing adaptations in penguins were also investigated by visualizing their inner and middle ear with CT-scans, which suggested that the hearing capacity of penguins is likely preserved during diving. In line with this finding, we found through playback experiments that penguins could avoid noise pulses underwater with a surprisingly low reaction threshold and could be conditioned to underwater sounds. A great effort was also made to communicate about the project and underwater noise pollution, using a variety of approaches by presentations to the general public, in media and online. Overall, the project “Hearing in Penguins” was successful, as the vast majority of the original objectives were reached. Most importantly, our project laid the foundation for future studies on the hearing capacity of diving birds and has large applications to understand how seabirds are affected by underwater noise.
Schriftenreihe
Texte ; 2024, 100 ppn:505871920