Umwelt- und Aufenthaltsqualität in kompakt-urbanen und nutzungsgemischten Stadtstrukturen : Analysen, Fallbeispiele, Handlungsansätze unter Nutzung und Weiterentwicklung des Bauplanungs- und Umweltrechts / von Stefan Frerichs, Christoph Küpper, Bernd Noky, André Simon (BKR Aachen Noky & Simon Partnerschaft, Aachen), Luise Adrian, Prof. Arno Bunzel, Ricarda Pätzold, Magdalene Rakel (Deutsches Institut für Urbanistik (Difu Berlin)) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: BKR Aachen Noky & Simon Partnerschaft Stadtplaner, Umweltplaner, Landschaftsarchitekt, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu Berlin) ; Redaktion: Fachgebiet I 3.5 Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen Wulf Hülsmann

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1894172523

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-1068025

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Januar 2018

Umfang

1 Online-Ressource (367 Seiten, 38,13 MB) : Illustrationen, Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: August 2017
Quellenverzeichnis: Seite 332-348
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Die Städte und Agglomerationsräume sind Zielorte anhaltender Wanderungsprozesse. Gleichzeitig hat sich der Gedanke durchgesetzt, vordringlich Flächenreserven im Bestand zu nutzen, um die Landschaft vor weiterer Zersiedelung zu schützen. Vor dem Hintergrund dieses doppelten Bedeutungsgewinns städtischer Räume stellt sich die Frage nach einem konsistenten Leitbild für die künftige nachhaltige Stadtentwicklung (vgl. unter anderem 'Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt'). Mit einer stärkeren Konzentration auf Maßnahmen der Innenentwicklung sind neben Flächeneinsparungen eine Reihe von Vorteilen für die Infrastrukturentwicklung, die Mobilität und die Umwelt verbunden (z.B. kurze Wege). Ebenso ergeben sich Chancen zur (Weiter-)Entwicklung von Stadtquartieren in Bestand und Neubau. Daneben gibt es aber auch eine Reihe von Befürchtungen hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Umwelt- und Aufenthaltsqualität in kompakt-urbanen und funktionsgemischten Stadtquartieren. Auf Grundlage der Untersuchung von zehn gemischt genutzten Bestands- und Neubauquartieren in acht Städten wird analysiert, in welcher Hinsicht Dichte und Nutzungsmischung zu Konflikten, Belastungen, aber auch zu Synergien in Bezug auf die Umwelt- und Aufenthaltsqualitäten in den Stadtquartieren führen. Im Ergebnis zeigt sich, dass fast alle betrachteten Quartiere unter Lärm- und Schadstoffemissionen infolge von Durchgangsverkehren leiden. Diese von außen eingetragenen Beeinträchtigungen stehen aber nicht im direkten Zusammenhang mit Nutzungsmischung und Dichte im Quartier und können nur gesamtstädtisch gelöst werden. Sogenannte "Ausgehmeilen" tragen einerseits zur Attraktivität der Quartiere bei und sind ein wichtiger Bestandteil urbanen Lebens. Andererseits führen sie zu Belastungen in den betroffenen Quartieren und zu Konflikten mit der Nachbarschaft. Aus den Betrachtungen resultieren die Fragen, ob feste Grenzwerte für Kompaktheit und Nutzungsmischung formuliert werden können und sollten sowie welche Interventionsmöglichkeiten für Kommunen bestehen. Die Nutzung und Nutzbarkeit der zur Sicherung und Aufwertung der Umwelt- und Aufenthaltsqualitäten verfügbaren Instrumente wird im Dialog mit der Praxis erörtert und zugleich Notwendigkeiten der Weiterentwicklung dargestellt.
Towns and areas of agglomeration are the destinations of ongoing migration processes. At the same time, the idea of making urgent use of existing land reserves to protect the landscape from further urban sprawl has prevailed. Against the backdrop of this two-part increase in importance of urban spaces, the question of a consistent guiding principle for future sustainable urban development (c.f. 'Leipzig Charter on Sustainable European Cities') arises. Greater focus on internal development measures is linked to a series of advantages with regard to infrastructure development, mobility and the environment, besides space saving (e.g. short paths). There are also opportunities for the (further) development of urban districts with regard to existing and new buildings. Besides these arguments there are a number of fears with regard to the impact on environmental and residential environment quality in compact and mixed use urban districts. On the basis of an examination of ten mixed-use urban districts consisting of old and new buildings in eight cities, the density and mix of use that led to conflicts, burdens but also to synergies is analysed, with reference to environmental and residential environment quality in urban districts . An outcome is that almost all examined districts suffer from noise and pollutant emissions as a result of transit traffic. However, these externally imposed impairments are not directly related to the use mix or the density in the district and can only be solved in the town as a whole. So-called "leisure streets" contribute on the one hand to the attractiveness of the district and are an important aspect of urban life. On the other hand, they lead to burdens in the affected neighbourhoods and conflicts with neighbours. The considerations result in the questions of whether fixed limits with regard to compactness and mixed use could and should be formulated and which options the municipalities have to intervene. The use and usability of existing instruments available for safeguarding and enhancing environmental and residential environment quality is discussed with practitioner and needs of further development are shown.

Schriftenreihe

Texte ; 2018, 06 ppn:505871920

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