"Eine Grauzone gehört ausgelotet" : Widerstände als Folgen von Transferbürokratie / Sebastian Schneider, Olivia Laska, Christiane Maue, Robert Aust ; unt. Mitarb. v. Justus Henke ; Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität

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Discovery

1940737761

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1164963

DOI

ISBN

9783690590020

ISSN

Beiträger

Erschienen

Halle-Wittenberg : Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg, 2025

Umfang

1 Online-Ressource (96 Seiten, 2,06 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Der Bericht entstand im Rahmen des Forschungsprojekts "Wirksame Kriterien für Entbürokratisierung im Transfer (WiKET)". Dieses Projekt wird unter dem Förderkennzeichen 16WIT019 durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autor.innen.

Inhaltliche Zusammenfassung

Hochschulischer Transfer in Deutschland steht vor einem Dilemma: Obwohl von zentraler Bedeutung, bremsen bürokratische Hürden oft den effektiven Wissensaustausch und führen zu Widerständen bei den Beteiligten. Ein Blick hinter die Kulissen – auf die „Hinterbühne“ des Transfers – kann jedoch Licht ins Dunkel bringen. Eine Betrachtung der verborgenen Dynamiken des Transfergeschehens scheint auch deswegen lohnenswert, weil sie das gegenseitige Verständnis zwischen Transferakteuren und -administration sowie den Wissensaustausch mit externen Partnern verbessern könnte. Zentral ist die Annahme, dass bürokratiebezogene Transferwiderstände nicht zwingend destruktiv sind, sondern produktive Potenziale für die Verbesserung des hochschulischen Transfers offerieren. Im Ergebnis der Untersuchung lassen sich vier zentrale Cluster von einander behindernden oder ausschließenden, aber gleichzeitige Geltung beanspruchenden Sachverhalten identifizieren: Bürokratiedilemma, Systemkollisionen, Prioritätenfalle und Effizienzfalle. Innerhalb dieser Cluster werden verschiedene Transferwiderstände erzeugt. Diese Transferwiderstandssituationen beinhalten schließlich auch produktive Adaptionen und Lösungsstrategien für den Hochschultransfer. Die Analyse der Transferwiderstände eröffnet aber nicht nur praktische Handlungsperspektiven, sondern auch theoretische Entwicklungspfade, die zu einem differenzierteren Verständnis von Transferprozessen beitragen können.
University transfer in Germany faces a dilemma: bureaucratic hurdles slow down the effective exchange of knowledge and lead to resistance among those involved. However, a look behind the scenes at the „backstage“ of the transfer can shed light on the darkness. It is clear that examining the hidden dynamics of the transfer process is worthwhile. This will improve mutual understanding between transfer actors and administration, as well as the exchange of knowledge with external partners. The central assumption is that bureaucracy-related resistance to transfer is not necessarily destructive. On the contrary, it offers productive potential for improving university transfer. The study identified four central clusters of mutually obstructive or exclusive but simultaneously valid issues: The bureaucracy dilemma, system collisions, the priority trap and the efficiency trap. It is clear that various transfer resistances are generated within these clusters. It is clear that these transfer resistance situations also contain productive adaptations and solution strategies for university transfer. However, analysing transfer resistance opens up practical action perspectives and theoretical development paths. These contribute to a more differentiated understanding of transfer processes.

Schriftenreihe

HoF-Arbeitsberichte ; 130 ppn:194072645X

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