Bella Isabella : im Schatten der Kindheit / Margit S. Schiwarth-Lochau

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1770715096

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urn:nbn:de:gbv:3:2-140931

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Halle (Saale) : Stockwärter Verlag, 15. Juni 2021

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1. Auflage

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ger

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Jeder, auch das Mädchen Isabella, ist Glied in einer Kette von Generationen, verbunden und verknüpft durch weitergegebene, oft unbewusste familienbezogene Vermächtnisse. Eine sogenannte transgenerative oder transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen kann sich auf nachfolgende Generationen auswirken. Unfassbare Erlebnisse rufen bei den Betroffenen Sprachlosigkeit darüber hervor und können innerlich nicht verarbeitet werden. Sie bleiben für immer gegenwärtig, zeigen sich im Verhalten und werden unbewusst auf die eigenen Kinder übertragen. Emotionale Vernachlässigung, Verwahrlosung und Missbrauch im frühen Kindesalter sind Risikofaktoren für die Persönlichkeitsentwicklung sowie für spätere gesundheitliche und psychische Probleme. Die kleine Isabella erlebte in ihrer Herkunftsfamilie unfassbar Schreckliches. Im 2. Lebensjahr wurde sie das erste Mal in Obhut genommen, mit zweieinhalb Jahren kam sie in eine Pflegefamilie. Das Pflegeverhältnis scheiterte, als Isabella 14 Jahre alt war, da die zunehmenden Probleme im Sozialverhalten des Mädchens die Familie überforderte. Heute würde man Jungen und Mädchen mit gravierenden sozial-emotionalen Störungen als "Systemsprenger" bezeichnen. Wie sollte es mit Isabella nach der Herausnahme aus ihrer Pflegefamilie weitergehen? Für welche Hilfeform würde sich das Jugendamt entscheiden? Es gab zwei Möglichkeiten: Heimeinweisung oder die Betreuung in einer sozialpädagogischen Bereitschaftspflege. Familie Stein nahm Isabella auf. Die neuen Pflegeeltern waren bereit, die schwierige Aufgabe, dem traumatisierten jungen Mädchen positive Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit anderen Menschen mit auf den Weg zu geben, anzunehmen. Würde eine Psychotherapie zur Verhaltensänderung führen? Der Roman "Bella Isabella - Umbrüche im Leben eines Pflegekindes" widmet sich einfühlsam dem Kinderschicksal und den Herausforderungen, die im Elternhaus und in der Schule zu bewältigen waren.

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