Chronik der Gemeinde Harsdorf 1732 bis 1911 / Georg Hampe, Christoph Voigt, Elias Meißner, Hennicke Deparade, Johann Gottlieb Reiche, Christian Kohl, Friedrich Deparade und Franz Saalmann
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Discovery
1940796644
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1165148
DOI
ISBN
ISSN
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle/Saale : Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt, 2023
Umfang
1 Online-Ressource (140 ungezählte Seiten, 16,93 MB)
Ausgabevermerk
[Version 1.0]
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Nach einem Rechtsstreit 1732 begannen Vertreter des Dorfes bzw. der Gemeinde Harsdorf bei Halle (Saale) die Abgaben und Leistungen der Dorfgemeinschaft in einer Chronik zu registrieren, weil der Major Rauchhaubt einen Viertel ihrer Holzkoppeln beanspruchte. Der Major scheiterte vermutlich mit allen drei Klagen gegen die Gemeinde. Dennoch wurden von dieser Zeit an zunächst besonders alle Abgaben und Steuern, zunehmend aber auch Vereinbarungen zwischen dem Dorf und anderen Partnern oder Verkäufe und Verpachtungen innerhalb des Dorfes durch den Dorfrichter verzeichnet. Zum Teil wurden auch ältere Rechtsgrundlagen und Gebräuche notiert. 1739 wurden erstmals die namentlichen Spenden für drei Brandopfer im Nachbarort Seeben und Kanena notiert. Später folgten andere Sammelaktionen. 1740 notierte der Richter George Hampe erstmals auch allgemeine Wetter- und Lebensbedingungen im Dorf. Er verzeichnete Schäden, Unglück und Sterblichkeitsrisiken. Es folgten Einträge zur Einstellung von Gemeindepersonal, zur Gemeinderechnung und der Bezahlung der Gemeindemitglieder zum „Gemeinderecht“, zu Fuhr- und Gespanndienste und vieles andere mehr. Wichtig war Mitte des 18. Jahrhunderts auch die Aufteilung des gemeindlichen Eigentums wie etwa der Schlamm des Dorfteichs. Dabei sind die Einträge nicht immer chronologisch, sondern wurden offenbar immer wieder nachträglich ergänzt. Die Chronik war wohl nicht von Beginn an zusammengebunden. Einige Dokumente scheinen unvollständig zu sein, zudem gibt es auch immer wieder größere zeitliche Lücken. Die Chronik ist eine gute genealogische Quelle, weil immer wieder namentliche Listen geführt wurden.
After a legal dispute in 1732, representatives of the village or municipality of Harsdorf near Halle (Saale) began to register the dues and services of the village community in a chronicle because Major Rauchhaubt claimed a quarter of their wooden paddocks. The major presumably failed with all three claims against the community. Nevertheless, from this time onwards, initially especially all levies and taxes, but increasingly also agreements between the village and other partners or sales and leases within the village were recorded by the village judge. In part, older legal bases and customs were also noted. In 1739, donations by name for three fire victims in the neighbouring village of Seeben and Kanena were noted for the first time. Other collections followed later. In 1740, the judge George Hampe also noted general weather and living conditions in the village for the first time. He recorded damage, misfortune and mortality risks. This was followed by entries on the hiring of community staff, on community accounts and the payment of community members on "community law", on cart and team services and much more. Also important in the mid-18th century was the division of communal property such as the mud of the village pond. The entries are not always chronological, but were obviously always added to later. The chronicle was probably not bound together from the beginning. Some documents seem to be incomplete, and there are also always large gaps in time. The chronicle is a good genealogical source because lists of names were always kept.
Schriftenreihe
Ortschroniken digital ; Band 7 ppn:1824068298