Vorhaben des GerES (2023-2024) : Untersuchung von Hausstaub auf Phthalate, Ersatzstoffe für Phthalate und Flammschutzmittel sowie die Identifizierung neuerer Stoffe (z.B. schwererflüchtige Duftstoffe) : Abschlussbericht / von Jörg Thumulla (AnBUS e.V. Fürth), Carmen Kroczek, Florian Schrettl (anbus analytik GmbH, Fürth), Albrecht Friedle, Athanasios Nitsopoulos (Labor Friedle GmbH, Tegernheim bei Regenburg) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet II 1.3 Innenraumhygiene, gesundheitsbezogene Umweltbelastungen - Anja Daniels

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1968437673

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1180381

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026

Umfang

1 Online-Ressource (195 Seiten, 6,12 MB) : Illustrationen, Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: August 2025
Quellenverzeichnis: Seite 192-195
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Das Exposom umfasst alle lebenslangen, nicht-genetischen Umweltfaktoren, die die menschliche Physiologie beeinflussen, wobei chemische Schadstoffe in Innenräumen eine zentrale Rolle spielen. Diese Schadstoffe gelangen über Wasser, Luft, Boden, Staub und Lebensmittel in den menschlichen Körper, wobei Hausstaub als Indikator für mittel- und schwerflüchtige Schadstoffe dient und potenziell inhalativ oder oral aufgenommen werden kann. Im Rahmen der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Erwachsenen (GerES VI, 2023-2024) wurden 406 Hausstaubproben analysiert, um die aktuelle Belastungssituation mit Schadstoffen zu erfassen und neue Substanzen zu identifizieren. Die Untersuchung umfasste Target-, Suspected- und Non-Target-Screenings mittels GC/MS und LC/MS-MS, wobei die Methodenvalidierung die Vergleichbarkeit und Sensitivität der Verfahren sicherstellte. Es zeigte sich, dass GC/MS für unpolare, thermisch stabile Verbindungen wie Phthalate und Flammschutzmittel geeigneter ist, während LC/MS-MS bei polaren und ionischen Verbindungen Vorteile bietet. Die Ergebnisse offenbarten eine breite Verteilung der Schadstoffkonzentrationen, wobei Hotspots durch hohe Konzentrationen einzelner Substanzen wie TCPP, DEHP und quartäre Ammoniumverbindungen identifiziert wurden. Zudem zeigten zeitliche Vergleiche eine signifikante Reduktion der Belastung durch regulierte Stoffe wie TCEP, während Ersatzstoffe wie TCPP vermehrt auftreten. Die Studie unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Überwachung des Exposoms, um potenzielle Gesundheitsrisiken durch chemische Schadstoffe in Innenräumen besser bewerten und regulieren zu können.
The exposome encompasses all lifelong, non-genetic environmental factors that influence human physiology, with chemical pollutants in indoor environments playing a central role. These pollutants enter the human body through water, air, soil, dust, and food, with house dust serving as an indicator for medium- and semi-volatile pollutants that can potentially be inhaled or ingested. As part of the German Environmental Study on Adult Health (GerES VI, 2023–2024), 406 house dust samples were analyzed to assess the current contamination levels and identify new substances. The study included target-, suspected-, and non-target screenings using GC/MS and LC/MS-MS, with method validation ensuring comparability and sensitivity of the procedures. It was found that GC/MS is more suitable for non-polar, thermally stable compounds such as phthalates and flame retardants, while LC/MS-MS offers advantages for polar and ionic substances. The results revealed a broad distribution of pollutant concentrations, with hotspots identified by high levels of individual substances such as TCPP, DEHP and quaternary ammonium compounds. Additionally, temporal comparisons showed a significant reduction in contamination from regulated substances like TCEP, while substitute compounds like TCPP appeared more frequently. The study emphasizes the importance of continuous monitoring of the exposome to better assess and regulate potential health risks posed by chemical pollutants in indoor environments.

Schriftenreihe

Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 49 ppn:505871920
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

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