Wirtschaftsethik der Rohstoffgewinnung : vom Ressourcenfluch zur Governance nachhaltiger Entwicklung / Ingo Pies
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855360275
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-53068
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Erschienen
Halle : Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2016
Umfang
1 Online-Ressource (III, 26 Seiten = 0,4 MB) : Diagramm
Ausgabevermerk
Sprache
ger
eng
eng
Anmerkungen
Zusammenfassung in englischer Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
Dieser Aufsatz geht aus einer wirtschaftsethischen Perspektive der Frage nach, inwiefern es einen Ressourcenfluch gibt und mit Hilfe welcher institutionellen Vorkehrungen gegenwärtig versucht wird, armen Staaten, die über reiche Rohstoffvorkommen verfügen, eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Die Argumentation gliedert sich gedanklich in 3 Schritte: (a) Ausgehend von Paul Colliers 5-Stufen-Modell wird erläutert, dass die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen ein "weakest-link"-Problem darstellt. So wird verständlich, dass Entwicklungsländer auf äußere Hilfe in Form von New-Governance-Initiativen angewiesen sind. (b) Sodann wird der Kimberley-Prozess als New-Governance-Initiative vorgestellt. Hier zeigen sich deutlich die Schwächen, die bei dem Versuch auftreten können, in trisektoraler Zusammenarbeit von staatlichen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren neue Regelsysteme mit verbesserten Anreizwirkungen ins Werk zu setzen. (c) Abschließend wird anhand von "EITI" und anhand der "OECD Guidelines" sowie anhand zahlreicher weiterer Initiativen gezeigt, wie gegenwärtig versucht wird, ein globales Regulierungsregime aufzubauen, das auf eine nachhaltige Entwicklung zielt.
Taking the perspective of economic ethics, this article asks whether there is a resource curse and which institutional arrangements are currently organized in order to help countries that are rich in resources but still poor to experience sustainable development. The line of argumentation proceeds in three steps: (a) Starting with Paul Collier's fivelevel model, section I explains why the sustainable use of natural resources constitutes a "weakest-link" problem. This helps to understand why developing countries need support from outside, especially in form of „new governance“ initiatives. (b) Section II introduces the Kimberley Process as a "new governance" initiative. The discussion shows how difficult and crisis-prone the attempt can be to institutionalize better incentives via tri-sectoral partnerships between state actors, business firms and civil society organizations. (c) Finally, section III analyzes "EITI", the "OECD Guidelines" and several other initiatives in ordert o reconstruct the current approach to institute a global regime of rules that aim to foster sustainable development.
Schriftenreihe
Diskussionspapier ; Nr. 2016-02 ppn:571346170