Lenkungswirkung von Endenergiepreisen im Verkehrssektor : eine Analyse ausgewählter Politikinstrumente mit dem Verkehrs- und Emissionsmodell TEMPS : im Rahmen des Projektes "Der Beitrag ökonomischer Instrumente zur Erreichung der Klimaschutzziele: Die Rolle der staatlich bestimmten Energiepreisbestandteile im Instrumenten-Mix" : Teilbericht / von Konstantin Kreye, Inia Steinbach (Öko-Institut, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Öko-Institut e.V. ; Fachliche Begleitung: Fachgebiet I 1.4 Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Umweltfragen, sozial-ökologischer Strukturwandel, nachhaltiger Konsum - Dr. Benjamin Lünenbürger

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1961205866

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1176200

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Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2025

Umfang

1 Online-Ressource (62 Seiten, 3,49 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Literaturverzeichnis: Seite 59-62
Abschlussdatum: Mai 2024
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Der Verkehrssektor konnte die im Gesetz definierten Emissionsziele nicht einhalten und wird aller Voraussicht nach das Ziel der Treibhausgasneutralität 2045 ohne weiteres politisches Handeln verfehlen. Es besteht akuter klimapolitischer Handlungsbedarf geeignete zusätzliche Klimaschutzinstrumente auf den Weg zu bringen oder auch bereits bestehende Instrumente anzupassen. Diese Studie fokussiert auf die Lenkungswirkung staatlich bestimmter Energiepreisbestandteile wie die Energie- oder Stromsteuer oder der CO2-Preis. Mithilfe des am Öko-Institut entwickelten Modells TEMPS (Transport Emissions and Policy Scenarios) werden in Szenarien vier verschiedene alternative Ausgestaltungen staatlich bestimmter Energiepreisbestandteile hinsichtlich ihrer Lenkungswirkung untersucht. Ziel der Analyse ist es die verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Wirkung auf Verkehrsnachfrage und Verlagerung, Neuzulassungsstruktur und Treibhausgasemissionen miteinander zu vergleichen und so die klimapolitische Lenkungswirkung von CO2- und Energiepreisen besser verstehen und einordnen zu können. Die Ergebnisse zeigen, dass die deutliche Erhöhung der CO2- bzw. der Energiepreise in keiner der untersuchten Szenarien ausreicht, um die nationalen sektorspezifischen Klimaschutzziele bis 2030 oder die Klimaneutralität 2045 zu realisieren. Ergänzende Sensitivitätsanalysen zeigen, dass eine schnellere Elektrifizierung des Pkw-Bestandes mittels eines beim Pkw-Kauf wirkenden Malus deutlich beschleunigt werden kann. Damit wird die Antriebswahl stärker beeinflusst als durch direkte Erhöhung der Preise für fossile Kraftstoffe. Die Erhöhung des CO2-Preises oder die Anpassung der Energiebesteuerung wirken hingegen mittelfristig vor allem auf die Verkehrsverlagerung und -vermeidung, insbesondere im Personenverkehr. Die (moderate) Anpassung der Stromsteuer hat von allen Szenarien und Sensitivitäten die kleinste Minderungswirkung.
The transport sector was unable to meet the emission targets laid down in legislation and is likely to miss the target of greenhouse gas neutrality by 2045 without further political action. There is an acute need for climate policy action on the part of politicians to introduce suitable additional climate policy instruments or to adapt existing instruments. This study focuses on the steering effect of the state-imposed components of the energy price such as the energy or electricity tax or the carbon price. Using the TEMPS (Transport Emissions and Policy Scenarios) model developed at Oeko-Institut, four different alternative designs of state-imposed components of the energy price are analysed in scenarios with regard to their steering effect. The aim of the analysis is to compare the various design options in terms of their impact on transport demand and modal shift, the structure of new registrations and greenhouse gas emissions, and thus to better understand and categorise the steering effect of carbon and energy prices with regard to climate policy. The results show that the significant increase in carbon and energy prices in none of the scenarios analysed is sufficient to achieve the national sector-specific climate protection targets by 2030 or climate neutrality by 2045. Supplementary sensitivity analyses show that a faster electrification of the passenger car fleet can be substantially accelerated by means of a premium applied to the purchase of passenger cars. This has a stronger influence on the choice of drive than a direct increase in the price of fossil fuels. Increasing the carbon price or adjusting energy taxation have a medium-term effect primarily on modal shift and traffic avoidance, especially in passenger transport. The (moderate) adjustment of the electricity tax has the smallest reduction effect of all scenarios and sensitivities.

Schriftenreihe

Climate change. Umweltbundesamt ; 2025, 17 ppn:525877959
Ressortforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

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