Nicht-erneuerbare Massenressourcen zwischen Dematerialisierung, Transmaterialisierung und globaler Umweltbelastung : eine empirische Analyse / Frank Messner

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816086303

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-77367

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Erschienen

Leipzig / Halle : UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, 2000

Umfang

Online-Ressource (PDF-Datei: 29 S., 0,17 MB) : graph. Darst.

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Zsfassung in engl. Sprache
Parallel als Druckausg. erschienen

Inhaltliche Zusammenfassung

Gegenstand dieses Beitrages ist die empirische Analyse von globalen Trends in der Nutzung von nicht-erneuerbaren Massenressourcen. Es werden im wesentlichen fünf Ergebnisse herausgearbeitet. 1. Die globale Nutzung von Massenressourcen im 20. Jahrhundert war durch enorme Zuwachsraten in der Ressourceninanspruchnahme in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts und durch eine Stagnation im absoluten Ressourcenverbrauch in der Endphase des Jahrhunderts gekennzeichnet. 2. Bei vielen Ressourcen sind zeitlich differenzierte Prozesse einer Dematerialisierung nachweisbar, die sich im Gesamtzusammenhang eines Transmaterialisierungsprozesses konjunkturtheoretisch erklären lassen. 3. Zwischen 1960 und 1995 kann bei bedeutsamen nicht-erneuerbaren Massenressourcen ein globaler aggregierter Dematerialisierungseffekt in Höhe von mindestens 20% nachgewiesen werden. 4. Trotz der Effekte der Dematerialisierung in den Ressourcennutzungstrends und der Erfolge durch neue Umwelttechnologien im 20. Jahrhundert kann nicht ausgeschlossen werden, daß diese Prozesse mit einer erhöhten Umweltbelastung einher gingen. 5. Eine nachhaltige Transformation in der globalen Ressourcennutzung wird sich durch freie Marktprozesse nicht einstellen. Weitere Politikmaßnahmen sind dafür notwendig.
In this paper the global trends in the utilization of nonrenewable mass resources are empirically analyzed. Five results are presented and discussed. Firstly, it is shown that the pattern of global resource use in the twentieth century is characterized by increasing resource utilization rates in the second half and a stagnating resource use in the end of the century. Secondly, processes of dematerialization are revealed to have happened with regard to several resources. They can be explained in the context of the schumpeterian business cycle theory that considers them to be part of a broader process of transmaterialization. Thirdly, between 1960 and 1995 a global process of aggregate dematerialization of mass resources of at least 20 per cent could be confirmed. Fourthly, despite the effects of global dematerialization and of the application of new environmentally friendly technologies it cannot be excluded that the pattern of resource utilization in the twentieth century involved an increase in the level of environmental degradation. Finally, a sustainable transformation in the global resource use pattern can not be achieved through the driving forces of the free market. Instead, the sustainable utilization of nonrenewable mass resources requires further policy measures.

Schriftenreihe

UFZ-Diskussionspapiere ; 1/2000 ppn:635135760

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