SymbiotiQ : symbiotische Gewerbegebiete: Nachhaltige Ansätze, Potentiale für die Strukturwandelregionen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit auf nutzungsgemischte Quartiere : Abschlussbericht / von Dirk Jepsen, Till Zimmermann und Fynn Hauschke (Ökopol - Institut für Ökologie und Politik GmbH, Hamburg), Veronika Wolf, Thiemo Wolf und Roman Wolf (Zero Emission GmbH, Ratingen), Marius Angstmann und Stefan Gärtner (IAT - Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet I 2.5 Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen - Ulrike von Schlippenbach
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196830830X
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1180277
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ISSN
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Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (263 Seiten, 8,43 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: Dezember 2024
Literaturverzeichnis: Seite 231-240
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsvorhabens "SymbiotiQ - Symbiotische Gewerbegebiete" wurden symbiotische Vernetzungen in Gewerbegebiete mit ihren Umwelteffekten (Materialströme (einschl. Abfälle), Energieströme und Flächeninanspruchnahme) systematisch analysiert. In der wissenschaftlichen Debatte wird überbetrieblichen Symbiosen, also der wechselseitigen Nutzung von Nebenprodukten - einschließlich Energie, Materialien, Wasser oder andere betriebliche Ressourcen - durch ein oder mehrere andere benachbarte Unternehmen ein hohes Potential zur Steigerung der Gesamteffizienz überbetrieblicher Kooperationen zugesprochen. In Deutschland sind in der Praxis gemischter (Bestands-) Gewerbegebiete derartige "symbiotische" Verknüpfungen benachbarter Betriebe allerdings nur sehr selten vorzufinden. In der zusammenfassenden Betrachtung der Ergebnisse kann konstatiert werden, dass überbetriebliche Symbiosen in Gewerbe- und Industriegebieten ein relevantes Potential zur Verbesserung der Ressourceneffizienz (einschließlich Energie, Wasser, Fläche, Materialien oder andere betriebliche Ressourcen) und damit zur Stärkung von Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz in Gewerbegebieten und der Nachhaltigkeit der beteiligten Unternehmen bzw. ihres Standortes aufweisen. Ungeachtet dieses Potentials und entsprechender Diskussionen in der Fachwissenschaft führt das Thema überbetrieblicher Symbiosen in der Praxis der Gewerbeentwicklung in Deutschland bislang aber eher ein Nischendasein. Gegen diese Ausgangslage hat das Forschungsvorhaben eine begriffliche Klärung sowie eine umweltbezogene Typisierung und Strukturierung der relevanten Wirkmechanismen von symbiotischen Beziehungen zwischen Betrieben in Gewerbegebieten vorgenommen. Basierend auf einer breit angelegten Status-quo-Analyse wurden Hemmnisse und Erfolgsfaktoren identifiziert und geeignete wirtschaftliche, administrative und planerische Rahmenbedingungen für eine breite Umsetzung dieser Konzepte diskutiert. Darüber hinaus wurde untersucht, welche Potentiale Symbiosen in Gewerbegebieten für die Unterstützung eines nachhaltigen, vorausschauenden Strukturwandels in Braunkohlefolgeregionen haben bzw. haben können und welche konzeptionellen Ansätze und Fördermechanismen hier zur Unterstützung geeignet wären. Ein weiterer Aspekt war die Frage, ob sich das Konzept der zwischenbetrieblichen Symbiosen auch auf nutzungsgemischte städtische Quartiere übertragen lässt. Zentrale Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Vorhaben wurden sowohl in dem vorliegenden Forschungsbericht als auch in zwei gesonderten Dokumenten für verschiedene Akteursgruppen aufbereitet. Das Empfehlungspapier richtet sich an politische Entscheidungsträger in Regionen, die vom Kohleausstieg und damit vom Strukturwandel betroffen sind. Zum andere wurde ein Leitfaden für die Praxis entwickelt, der die Akteure in Bestands-Gewerbegebieten dabei unterstützt, Potentiale für symbiotische Beziehungen zu identifizieren und zu erschließen.
The research project "SymbiotiQ - Symbiotic Commercial Areas" (funding code FKZ 3719 15 101 0) was conducted from 2019 to 2024 and systematically analysed various aspects of symbiotic interconnections in commercial and industrial areas. In academic discourse, symbioses between companies - defined as the mutual use of by-products such as energy, materials, water, or other operational resources by neighbouring businesses - is recognized as having significant potential to enhance overall efficiency in intercompany co-operation. However, in practice, such symbiotic connections among neighbouring businesses are still rare in commercial areas across Germany. To address this gap, the project aimed to clarify definitions, develop typologies, and structure the key mechanisms that underpin symbiotic relationships between companies within commercial areas. Through a comprehensive analysis of the current situation, the project identified key barriers and success factors while exploring the necessary economic, administrative, and planning frameworks required to facilitate the broader implementation of these concepts. Furthermore, the project investigated the potential of symbiotic networks in commercial areas to support structural transformation in former lignite mining regions, examining which funding mechanisms could best aid this process. It also looked into whether the concept of intercompany symbiosis could be applied in mixed-use urban neighbourhoods. The key findings and recommendations from the project are summarized in this research report and are further elaborated in two practical guides tailored for different stakeholder groups. On the one hand, this is a recommendation paper for political decision-makers in regions affected by the coal phase-out and the necessary structural change. On the other hand, a guide has been developed to help stakeholders in existing commercial areas identify and tap into potential for symbiotic relationships.
Schriftenreihe
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 34 ppn:505871920
Ressortforschungsplandes Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Ressortforschungsplandes Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit