Biotechnische Hilfsmittel zur Überwachung von wichtigen Schädlingen im Gemüsebau : Informationen der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt / Herausgeber: Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt ; Bearbeiter: Noé López Gutíerrez
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Discovery
1764211782
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-139593
DOI
ISBN
ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Erschienen
Bernburg : Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, [2018]
Umfang
1 Online-Ressource (54 Seiten) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
3. Auflage, Stand: August 2018
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Im Sinne des Integrierten Pflanzenschutzes ist vor allem die Anwendung von biotechnischen Verfahren zur Überwachung des Entwicklungsverlaufs von Schädlingen zu ergreifen. Nach dem Pflanzenschutzgesetz ist Integrierter Pflanzenschutz definiert als eine Kombination von Verfahren, bei denen unter vorrangiger Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß beschränkt wird. Ziel des kontrollierten integrierten Anbaus von Gemüse ist die Erzeugung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel unter Berücksichtigung einer umweltschonenden Anbauweise. Integrierter Gemüsebau bedeutet bei der Produktion, Ernte, Lagerung und Aufbereitung alle aktuellen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten. Zusätzlich ist der aktuelle Wissensstand so einzusetzen, dass qualitativ hochwertige Nahrungsmittel erzeugt werden und mit Ressourcen sparsam umgegangen wird. All dies sollte unter Berücksichtigung der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung unserer Umwelt beachtet werden. Dabei haben sich im Gemüsebau, im Freiland und Gewächshaus, biologische und biotechnische Verfahren zunehmend etabliert. Der Einsatz biotechnischer Hilfsmittel führt in der Praxis oft zu Unsicherheiten, da es für den Praktiker während der Kontrolle vor Ort sehr schwierig ist, die gefangenen Schädlinge zu erkennen. Um das zu erleichtern, wurde diese Broschüre als Gesamtübersicht der wichtigsten Schädlinge im Gemüsebau erarbeitet. Hierbei sind spezifische wettergestützte Prognosemodelle wie z. B. SWAT-Modell für die Kohlfliege, Möhrenfliege, Zwiebelfliege anzuwenden. Das Prognosemodell bietet eine quantitative Aussage zum Entwicklungsverlauf der o. g. Schädlinge in jedem Anbaugebiet (bundesweit). Mit Hilfe vom SWAT-Modell ist der amtliche Pflanzenschutzdienst in der Lage Aussagen über die unterschiedlichen Anbaugebiete zu treffen und entsprechende Behandlungsempfehlungen (Behandlungsstrategien) zu geben. In der vorliegenden Broschüre werden die derzeitig aktuellen Verfahren der Überwachung mit biotechnischen Hilfsmitteln z. B. Pheromonfallen, Gelbschalen, Gelb- und Blautafeln, Leimtafeln und Leimstäbe für die Schaderreger vorgestellt. Zusätzlich werden die Überwachungszeiträume für die einzelnen Schaderreger aufgeführt. Diese Broschüre dient als Hilfsmittel bei der Durchführung der Vor-Ort-Kontrollen.