Kosten der Maßnahmen aus dem Rentenpaket II vom März 2024 und Finanzierungsoptionen / Oliver Holtemöller, Christoph Schult, Götz Zeddies ; Herausgeber: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
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Discovery
1890816299
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-1069589
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ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Mai 2024
Umfang
1 Online-Ressource (III, 11 Seiten, 0,61 MB) : Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Im Zuge des demografischen Wandels nehmen die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland in Zukunft deutlich zu, während die Lohnsumme, aus der die Beiträge zu finanzieren sind, gedämpft wird. Immer weniger Beitragszahler stehen in dem umlagefinanzierten System immer mehr Rentnern gegenüber. Bisher hat der Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel dafür gesorgt, dass sowohl Beitragszahler als auch Rentenempfänger durch den demografischen Wandel belastet werden. Das von der Bundesregierung vorgeschlagene Rentenpaket II hebt die Wirkung des Nachhaltigkeitsfaktors durch eine Haltelinie für das Rentenniveau faktisch auf. Dies führt zu erheblichen Mehrausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung gegenüber dem bisherigen Rechtsrahmen. Dadurch wird der ohnehin auf deutlich über 20% steigende Beitragssatz nochmal um etwa einen Prozentpunkt stärker zunehmen. Das mit den Rentenpaket II geplante Generationenkapital kann aufgrund seines geringen Volumens den Anstieg des Beitragssatzes nur um etwa 0,2 Prozentpunkte abfedern, und das auch nur, wenn sich die Erwartungen an die Rendite nach Kosten erfüllen. Eine Beibehaltung des Nachhaltigkeitsfaktors und eine Stärkung individueller Vorsorge inklusive individueller Kapitalansprüche wäre eine gute Alternative zum Rentenpaket II.
Schriftenreihe
IWH studies ; 2024, 2 ppn:1740989945