Soziale und städtebauliche Implikationen der Kontingentierung von Flächenneuinanspruchnahme : Fallstudienergebnisse und Handlungsempfehlungen : Teilbericht / von Robert Böhnke, Thomas Preuß (Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH), Lutke Blecken, Gabriel Götze (Raum und Energie, Institut für Planung, Kommunikation und Prozessmanagement GmbH), Dr. Ralph Henger (Institut der deutschen Wirtschaft, IW Köln) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet I 2.5 "Nachhaltige Raumentwicklung, Umweltprüfungen" - Detlef Grimski
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Discovery
1973281554
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1196394
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ISSN
Koordinaten
Skalierung
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (410 Seiten, 14,47 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Abschlussdatum: Oktober 2025
Quellenverzeichnis: Seite 95-96
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Die in diesem Bericht dokumentierten Arbeiten wurden im Rahmen des REFOPLAN-Vorhabens "Unterstützung des Dialogprozesses Flächensparen/Innenentwicklung" durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob infolge einer Kontingentierung von kommunaler Flächenneuinanspruchnahme signifikante positive oder negative soziale oder städtebauliche Implikationen zu erwarten sind, und wenn ja, welcher Art, unter welchen Randbedingungen und in welcher Größenordnung. Zudem sollte untersucht werden, welchen Einfluss die Raumstruktur (kreisfreie Großstadt, städtischer Kreis, ländlicher Kreis mit Verdichtungsansätzen, dünn besiedelter ländlicher Kreis) und die wirtschaftliche Dynamik einer Region ggf. auf die Ausprägung positiver oder negativer Implikationen haben können und mit welchen Maßnahmen möglichen negativen Wirkungen begegnet werden könnte. Hierbei richtete sich das Augenmerk auf soziale und städtebauliche Aspekte einer Baulandverknappung, die bei einem stringenten Ansteuern der flächenpolitischen Ziele des Bundes zur Reduzierung der täglichen Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke - "weniger als 30 Hektar bis 2030" bzw. "Netto Null bis 2050" - zu erwarten ist. In zehn Fallstudien in Planungsregionen sowie ausgewählten dazugehörigen Städten und Gemeinden wurden anhand von Dokumenten- und Datenauswertungen u.a. zu Bevölkerungsentwicklung, Wohnungsbautätigkeit, Bauland- und Immobilienpreisentwicklung, Entwicklung der Siedlungsdichte - wichtige Entwicklungen der Flächeninanspruchnahme mit dem Schwerpunkt Wohnbaulandentwicklung analysiert. Insbesondere wurden - soweit vorhanden - quantitative Steuerungsansätze der regionalen Raumordnung mit dem Ziel analysiert, Effekte auf die Flächenpolitik und die wohnungswirtschaftliche Entwicklung zu identifizieren. Hierfür wurden Interviews und Workshops mit Stakeholdern der regionalen Raumordnung, der Kommunen und der Wohnungswirtschaft durchgeführt, um bestehende Ansätze zur Bewältigung der Folgen der Baulandverknappung zu erörtern sowie Ideen für einen zukünftigen Umgang mit einer weiteren Verknappung zu entwickeln. In einer Synthese der Einflussbereiche Nachfrage- bzw. Konsumverhalten, Wohnungsbestand, Boden- und Immobilienmärkte sowie Steuerung der räumlichen Planung wurden die Erkenntnisse aus der Fallstudienarbeit gebündelt und Handlungsempfehlungen für Bund, Länder, regionale und kommunale Planungsbehörden abgeleitet.
The work documented in this report was carried out as part of the REFOPLAN project 'Supporting the land-saving/inner development dialogue process'. The focus was the question of whether significant positive or negative social or urban development implications are to be expected as a result of a quota system for new municipal land use and, if so, what kind, under what boundary conditions and to what extent. In addition, it was to be investigated what influence the spatial structure (district-free city, urban district, rural district with densification approaches, sparsely populated rural district) and the economic dynamics of a region may have on the development of positive or negative implications and what measures could be used to counteract possible negative effects. The focus here was on the social and urban planning aspects of a shortage of building land, which is to be expected if the federal government's land policy targets for reducing land take for settlement and transport purposes - 'less than 30 hectares by 2030' and 'net zero by 2050' - are strictly adhered to. In ten case studies in planning regions and selected associated cities and municipalities, important developments in land use with a focus on residential land development were analysed on the basis of document and data evaluations - including population development, residential construction activity, development of building land and property prices, development of settlement density. In particular, quantitative steering approaches of regional spatial planning – where available – were analysed with the aim of identifying effects on land policy and housing industry development. To this end, interviews and workshops were conducted with stakeholders from regional spatial planning, local authorities and housing companies in order to discuss existing approaches for dealing with the consequences of the shortage of building land and to develop ideas for future ways of dealing with a further shortage. In a synthesis of the influencing areas of demand and consumer behaviour, housing stock, land and property markets and the management of spatial planning, the findings from the case study work were pooled and recommendations for action were derived for the federal, state, regional and municipal planning authorities.
Schriftenreihe
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 96 ppn:505871920
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz