F. A. von Hayek und die moralische Qualität des Wettbewerbs / Ingo Pies
Anzeigen / Download370.49 KB
Discovery
794346715
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-30779
DOI
ISBN
ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle : Martin-Luther-Univ., Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, 2014
Umfang
1 Online-Ressource (PDF-Datei: III, 27 S., 0,36 MB) : Illustrationen
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Zusammenfassung in englischer Sprache
Inhaltliche Zusammenfassung
Hayeks frühes Plädoyer zugunsten dezentraler Planung beruht auf seinem innovativen Argument überlegener Wissensverarbeitung, das dem Wettbewerb wichtige gesell-schaftspolitische Funktionen zuschreibt. In seinen späteren Schriften hat er herausgear-beitet, wie wichtig der Wettbewerb ist, um moralische Widerstände gegen nötige An-passungen an veränderte Knappheitsverhältnisse zu überwinden. Die ordonomische Wirtschaftsethik kann hieran mit konstruktiver Kritik anknüpfen, die in zwei Thesen mündet: (a) Innovationswettbewerb ist für die moderne Gesellschaft weitaus wichtiger als der von Hayek betonte Anpassungswettbewerb. (b) Die normative Rechtfertigung des Wettbewerbs besteht nicht darin, dass er der Überwindung oder Ablösung von Mo-ral dient, sondern vielmehr darin, dass er als Mittel zur besseren Verwirklichung mora-lischer Anliegen eingesetzt werden kann.
Hayeks early argument in favour of decentral planning rests on his innovative insights concerning the processing of knowledge, which ascribe important societal functions to competition. In his later works, he has elaborated his view that competition serves to overcome moral resistance against adaptations that are necessary for coping with changes in scarcity relations. The ordonomic approach to economic ethics can draw on this work and develop constructive criticisms, resulting in two main points: (a) For modern society, innovative competition is much more important than the adaptive com-petition stressed by Hayek. (b) The normative justification of competition is not to be found in its potential of overcoming or superseding morality. On the contrary, it is to be found in its potential as an instrument for a better realization of moral desiderata.
Schriftenreihe
Diskussionspapier ; 2014,12 ppn:571346170