Die Treuhand : ein deutsches Drama / Olaf Jacobs (Hg.)
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Discovery
1696959225
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-120269
DOI
ISBN
ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Mitteldeutscher Verlag, [2020]
Umfang
1 Online-Ressource (2,82 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
1. Auflage
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
"Treuhand" – der Begriff steht bis heute für viele Ostdeutsche synonym für Willkür, Wirtschaftsmacht und intransparente Deals. Ein schwer durchschaubares System, in dem sich die Mächtigen die Filetstücke der ostdeutschen Wirtschaft untereinander hin- und herschoben und keine Rücksicht auf Verluste nahmen. Dabei krempelte diese einst größte Staatsholding der Welt nicht nur die komplette Ost-Wirtschaft um, sie selbst war ebenfalls ein Instrument der jeweiligen politischen Umstände – und die änderten sich in dieser Zeit mehrfach. Einst als Idee des Runden Tischs geboren, legte dann die letzte DDR-Regierung fest: Um "das Volkseigentum zu wahren", sollten die DDR-Betriebe privatisiert, saniert oder stillgelegt werden. Nach der deutschen Einheit passte sich die Behörde den Gesetzen des Marktes an – und fegte wie ein Orkan über die Wirtschaftslandschaft der ehemaligen DDR hinweg. Das Buch "Die Treuhand – ein deutsches Drama" spürt der Geschichte der polarisierenden Institution nach. Ausgehend von der wirtschaftlichen Situation 1989/90 werden zunächst die Startbedingungen, Chancen und Probleme der bevorstehenden wirtschaftlichen Transformation dargelegt, um dann anhand konkreter Fallbeispiele klarzumachen: Der Niedergang eines Unternehmens prägte überall im Osten ganze Regionen – und veränderte das Leben der Menschen nachhaltig. Durch die Vielfalt der Geschichten wird die facettenreiche Arbeit der Treuhandanstalt in ihrer ganzen Ambivalenz deutlich: Mal war sie Helfer, mal Bremsklotz und mal Totengräber.