Migration aus Großwohnsiedlungen : Umzugsmotive seit 2010 Abgewanderter aus Halle-Neustadt / Ulrike Wiech

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1829989340

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-931896

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Erschienen

Halle (Saale) : Self-Publishing, Human Geography Working Group, Martin-Luther-University Halle-Wittenberg, [21.12.2022]

Umfang

1 Online-Ressource (19 Seiten, 1,98 MB)

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Inhaltliche Zusammenfassung

Halle-Neustadt – einst als „Stadt der Zukunft“ (Pasternack 2014: 51) geplant – erlebte im Zuge der Wiedervereinigung einen drastischen Imagewechsel. Vom sozialistisch geprägten Ideal vom Lebensraum für jedermann vollzog sich nach der Wende eine rasche (räumliche) Distanzierung der einkommensstärkeren Bevölkerung und damit eine erste beginnende und damit eine erste beginnende soziale Segregation markierte (Harth 2014: 411ff). Wie in ähnliche zu anderen (ost)deutschen Großwohnsiedlungen kam es auch hier zur rasanten Abwanderung der einstigen Wohnbevölkerung und in der Folge zu massivem Abrissarbeite von Gebäuden (Eckardt 2014: 417). Bereits eine Umfrage aus dem Jahr 1994 zeigte, dass damals bereits 40% der in Halle-Neustadt Lebenden Umzugspläne hegten, weil sie z. B. mit ihren Wohnungen und dem Umfeld unzufrieden waren (Harth 2014: 411ff). Somit wurde schon wenige Jahre nach der Wiedervereinigung früh sichtbar, dass unter den Anwohner*innen stets geteilte Ansichten über die Lebens- und Wohnqualität in dem über den Stadtteil herrschten. Während es für viele eine lebenswerte Wohnumgebung mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und Anbindung an Grünflächen darstellte, war der Stadtteil für andere eine trostlose und unwohnliche Siedlung, welche sie es galt, es galt, möglichst schnell zu verlassen. In den letzten Jahren haben sich mehrere wissenschaftliche Untersuchungen mit Migrationsbewegungen von und nach Halle-Neustadt beschäftigt (vgl. Schneider et al. 2019; Wudy 2021). Dabei stellte sich z.B. heraus, dass besonders der „günstige und leicht zugängliche Wohnraum“ (Wudy 2021: 22), etwa für Geflüchtete, für einen Umzug in diese Großwohnsiedlung spricht. Jedoch liegen weder konkrete Zahlen zur Abwanderung vor noch Erkenntnisse über Gründe, die zum Wegzug aus der Großwohnsiedlung führten. Deshalb stehen in der vorliegenden Untersuchung die Umzugsmotive der seit 2010 aus Halle-Neustadt abgewanderten Personen im Fokus. Zentral ist dabei die Frage: „Was hat die Menschen bewogen, den Stadtteil zu verlassen?“.
Built in the GDR, Halle-Neustadt once reflected the "city of the future" according to the socialist ideal. It was a domicil for 90,000 residents, however with the Fall of the Wall a rapid emigration took place. From the inner-German reunification until today, the number of inhabitants has fallen by more than 50 percent, which can be attributed to the moving away of numerous previous residents. Even today, the district is considered controversial and triggers divergent debates between current and former inhabitants. The purpose of that paper is to generate some of their motives for the emigration. With the help of social networks, antecedent inhabitants of Halle-Neustadt were acquired and questioned in narrative interviews. The statements of the respondents can be classified into six categories, covering the living environment, family and professional reasons, personal well-being, including feeling of security as well as the living situation and old-age provision. Most interview partners stated that they had left Halle-Neustadt due to the living environment, like the decay of many buildings or the surrounding inhabitants. Their ages can be dated between 20 and 50 years. The survey also shows that the commute or familiar concerns are also frequently mentioned motives for moving by former residents between the ages of 20 and 40 years. The retirement provision was only named by two elder female residents.

Schriftenreihe

MLU Human Geography working paper series ; Issue 9 (2022) ppn:1733726683

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