Kurzfristige ökonomische Effekte eines "Brexit" auf die deutsche Wirtschaft : Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie / Hans-Ulrich Brautzsch, Geraldine Dany-Knedlik, Andrej Drygalla, Stefan Gebauer, Oliver Holtemöller, Martina Kämpfe, Axel Lindner, Claus Michelsen, Malte Rieth, Thore Schlaak ; Bearbeiter Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin)

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1686067879

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-115887

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ISSN

Erschienen

Halle (Saale) : Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), [04. Dezember 2019]

Umfang

1 Online-Ressource (III, 41 Seiten, 3,68 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Inhaltliche Zusammenfassung

Viele Fragen rund um den Brexit sind weiterhin offen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Großbritannien und die Europäische Union nicht auf einen Austrittsvertrag einigen können. Dann könnte es zu einem sogenannten harten Brexit (No-Deal Brexit) kommen. Wir haben die kurzfristigen Effekte eines harten Brexit für die deutsche Wirtschaft untersucht. Effekte über den Handelskanal werden zunächst auf Basis einer Input-Output-Analyse der internationalen und sektoralen Verflechtungen auf 0,3% in Relation zum Bruttoinlandsprodukt geschätzt. Diese Größenordnung ergibt sich auch aus dem internationalen Konjunkturmodell des IWH, mit dem auch makroökonomische Rückwirkungen berücksichtigt werden. Mit einem harten Brexit entstünde neben den Handelsbarrieren ein erhebliches Verunsicherungspotenzial für Unternehmer und private Haushalte. Dies wirkt sich nachfrageseitig negativ auf die Investitionstätigkeit und den privaten Verbrauch aus. Für sich genommen belaufen sich diese Effekte auf 0,1% des Bruttoinlandsproduktes. Insgesamt könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt in den ein bis zwei Jahren nach einem harten Brexit um mehrere zehntel Prozentpunkte gedämpft werden. Am stärksten wäre wohl die Automobilbranche betroffen. Empfehlungen für diskretionäre konjunkturpolitische Maßnahmen, die auf die Dämpfung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Effekte oder auf einzelne Wirtschaftszweige abzielen, lassen sich daraus nicht ableiten. Die automatischen Stabilisatoren sind angesichts der erwarteten Größenordnung der Effekte ausreichend.

Schriftenreihe

IWH online ; 2019, 3 (Dezember 2019) ppn:837399262

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