Lebensbegleitend: konfessionell gebundene religiöse, politische und kulturelle Allgemeinbildungsaktivitäten incl. Medienarbeit in der DDR : Dokumentation der Einrichtungen, Bildungs- und Kommunikationsformen : Dokumentation der Einrichtungen, Bildungs- und Kommunikationsformen / Uwe Grelak, Peer Pasternack
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1041411235
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-99577
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Erschienen
Halle‐Wittenberg : Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin‐Luther‐Universität, 2018
Umfang
1 Online-Ressource (143 Seiten, 3,8 MB) : Illustrationen, Diagramm
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Allgemeinbildungsaktivitäten dienen vorrangig der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung und dem Gewinn eines souveräne(re)n Weltverhältnisses, zielen also nicht auf zertifizierte Abschlüsse und bestimmte Zugangsberechtigungen. Bildungsinstitutionen, in und von denen in der DDR konfessionell gebundene Allgemeinbildungsaktivitäten entfaltet wurden, waren die Evangelischen Akademien, Bildungshäuser und Rüstzeitheime, Arbeitsstellen für Erwachsenenbildung, die evangelischen Kunstdienste, Arbeitskreise, Bibelwochen und -fernkurse, die Kirchentagsarbeit und solche Seminare, die über Jahrzehnte hin regelmäßig veranstaltet wurden. Die Institutionen der Medienarbeit waren Pressebeauftragte, Redaktionen, Verlage, Buchhandlungen, ein Filmrezensionsdienst, Filmdienste, Ton- und Bildproduktionsstellen sowie Arbeitsstellen für Pastorale Hilfsmittel. Insgesamt hat es – ohne Medienbereich – von 1945 bis 1989 100 Einrichtungen bzw.Formen der konfessionell gebundenen religiösen, kulturellen und politischen Allgemeinbildung gegeben. Im Medienbereich gab es in den viereinhalb Jahrzehnten 81 Einrichtungen, Medien bzw. Arbeitsformen. Die Betrachtung im Zeitverlauf ergibt: Unmittelbar nach Kriegsende 1945 hatte es in der SBZ im hier interessierenden Bildungsbereich 14 Einrichtungen, Medien bzw. Arbeitsformen gegeben. Im Gründungsjahr der DDR 1949 waren es 71 und zum Ende der DDR existierten 141. Mithin hatte sich die Größe des konfessionellen Allgemeinbildungs‐ incl. Mediensektors in den vier DDR‐Jahrzehnten verdoppelt – trotz aller Behinderungen oder Nichtunterstützung seitens staatlicher Stellen.
General education activities primarily serve the development of an individual’s personality and the accrual of (more) sovereign world relations, i.e. they do not aim at formal degrees or admission certifications.Confessional activities in the GDR were carried out by and within the following institutions: Evangelical Academies, Centres of Advanced Qualification and Retreat Homes, Youth Employment Agencies, Protestant Art Services, Workshops, Bible Weeks and Distance Learning Courses, German Evangelical Church Congresses and some specific seminars that were conducted for decades. Institutions in the realm of media work included press officers, editorial offices, publishers, bookstores, a film review service, film services, sound and image production offices as well as the Centres for Pastoral Media Resources. Excluding the media sector, the GDR counted with 100 confessionally bound forms of religious, cultural and political general education, either within or outside of formal instutitions. In the media sector, there were 81 institutions, media or other forms of work in the four‐and‐a‐half decades of the GDR’s existence. Our diachronic analysis shows that in the Soviet Occupation Zone in 1945, immediately after the end of the war, there were 14 institutions, media and other forms of work in the realm of education we investigated. In 1949, the year the GDR was founded, we counted 71 and at the end of the GDR 141. Thus, the size of the denominational general education and media sector had doubled in the four decades of the GDR’s existence – despite all obstruction or missing support from government agencies.
Schriftenreihe
Arbeitsberichte ; 108 ppn:548423504