Citizen Science jenseits von MINT : Bürgerforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften / Claudia Göbel, Justus Henke, Sylvi Mauermeister, Verena Plümpe ; unter Mitarbeit von Nicola Gabriel
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Discovery
1713962918
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-122300
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ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Lutherstadt Wittenberg : Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (HoF), 2020
Umfang
1 Online-Ressource (112 Seiten, 3,26 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Förderkennzeichen BMBF 16ITA210
Diese Publikation entstand im Rahmen des Projekts „SoCiS - Social Citizen Science zur Beantwortung von Zukunftsfragen“.
Literaturverzeichnis: Seite 93-97
Inhaltliche Zusammenfassung
Citizen Science im Bereich der Geistes‐ und Sozialwissenschaften – Social Citizen Science (SCS) – ist ein bislang wenig untersuchter Teilbereich bürgerwissenschaftlicher Aktivitäten. Eine ihrer Besonderheiten ist, dass sie gerade aufgrund ihrer Nähe zur Alltagswelt schwer objektivierbare Beobachtungen verarbeitet. Fragen der Sicherstellung wissenschaftlicher Qualität und der Partizipationsfähigkeit stellen sich mithin auf andere Weise als in naturwissenschaftlich geprägter Citizen Science. Die vorliegende Studie legt hierzu erstmals Daten vor. Es zeigt sich eine große Diversität empirischer Zugänge und Traditionen in SCS. Hervorzuheben ist, dass sich unter den SCS‐Aktivitäten gleichermaßen inner‐ als auch außerakademisch initiierte und geleitete befinden. Damit ist die eingeladene Partizipation durch Wissenschaftseinrichtungen nicht als das allgemeine Referenzmodell für SCS anzusehen, sondern gleichwertig mit uneingeladener Partizipation aus der Zivilgesellschaft heraus. Für SCS‐Vorhaben geht es daher weniger um die Herstellung von „Partizipationsfähigkeit" von Laien an Forschungsprozessen, sondern vielmehr von „Zusammenarbeitsfähigkeit“ diverser inner‐ und außerakademischer Akteure.
Citizen Science in the humanities and social sciences – Social Citizen Science (SCS) – is a subarea of Citizen Science activities that did not yet receive much scholarly attention. One feature of SCS is that it processes observations that are difficult to objectify because of its proximity to everyday life. Questions of ensuring scientific quality and the ability to participate, therefore, manifest themselves in different ways than in the natural sciences. This study presents data on these questions for the first time. It reveals a great diversity of empirical approaches and traditions in SCS. We show that SCS activities include those initiated and managed both within and outside academia. Thus, invited participation” by academic institutions is not the general reference model for SCS, but “uninvited participation” from civil society is equally constitutive for SCS. For this reason SCS projects do not merely face the question of generating the “ability to participate” of laypersons in research processes, but rather of generating the “ability to cooperate” of various internal and external actors.
Schriftenreihe
Arbeitsberichte ; 114 ppn:548423504