Digitale Verbraucherinformationen zu nachhaltigem Konsum, Produktwahl und Kreislaufwirtschaft im Onlinehandel : Ergebnisse einer empirischen Untersuchung anhand einer Literaturanalyse und Interviews : Teilbericht / von Marlene Münsch, Sophia Dasch, Dr. Otmar Lell (ConPolicy - Institut für Verbraucherpolitik, Berlin) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet III 1.1 - Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum, UBA-Umwelttipps - Helen Czioska

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Discovery

1946038741

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1170099

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ISSN

Beiträger

Körperschaft

Erschienen

Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2025

Umfang

1 Online-Ressource (128 Seiten, 16,77 MB) : Illustrationen, Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Abschlussdatum: Juli 2025
Quellenverzeichnis: Seite 102-107
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch

Inhaltliche Zusammenfassung

Verbraucher*innen stehen im digitalen Raum vor vielfältigen Herausforderungen, wenn es um nachhaltigen Konsum geht. Ziel des Forschungsprojekts war es, den Status quo und die Nutzung digitaler Verbraucherinformationen zu nachhaltigem Konsum, nachhaltiger Produktwahl und Angebote der Kreislaufwirtschaft untersuchen. Im Fokus standen dabei die sogenannten R-Strategien (Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln). Methodisch basiert das Projekt auf einer umfassenden Literaturanalyse, qualitativen Interviews mit Verbraucher*innen sowie einem Expert*innen-Workshop. Die Ergebnisse zeigen, dass nachhaltiger Konsum im digitalen Raum bislang eine untergeordnete Rolle spielt. Digitale Plattformen, Suchmaschinen und Vergleichsportale fördern primär den schnellen Neukauf. Zirkuläre Optionen wie Reparatur, Second-Hand oder Miete sind aufgrund der aktuellen Anreizstrukturen kaum sichtbar und schwer zugänglich. Empfehlungsalgorithmen, Werbung und Filterfunktionen bevorzugen meist preisgetriebene Angebote und neue Produkte. Gleichzeitig bestehen hohe praktische Hürden bei der Nutzung dieser Angebote, etwa in Form von Unsicherheiten zur Qualität, begrenzter Verfügbarkeit oder zusätzlichem Aufwand. Die Interviews verdeutlichen zudem, dass Nachhaltigkeit für viele Verbraucher*innen im digitalen Alltag kein zentrales Kaufkriterium darstellt. Kaufentscheidungen sind stark von Preis, Komfort und schneller Verfügbarkeit geprägt. Nachhaltige Optionen werden meist nur dann berücksichtigt, wenn bereits eine hohe Motivation vorhanden ist oder sie prominent im Kaufprozess sichtbar gemacht werden. Gleichzeitig wünschen sich Verbraucher*innen einfach verständliche, glaubwürdige und gut integrierte Nachhaltigkeitsinformationen, die sie ohne großen Aufwand bei der Produktauswahl unterstützen. Auf Basis dieser Erkenntnisse werden konkrete Empfehlungen für Politik und Unternehmenspraxis formuliert, etwa zur stärkeren Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in digitale Such- und Vergleichsinstrumente, zur Förderung von Qualitätsstandards im Gebrauchtkauf oder zur besseren Sichtbarkeit von Reparaturangeboten im digitalen Raum.
Consumers face numerous challenges regarding sustainable consumption in the digital space. The aim of the research project was to examine the status quo and the use of digital consumer information on sustainable consumption, sustainable product choices, and circular economy offers. The focus was on the so-called R-strategies (reduce, reuse, recycle). Methodologically, the project was based on a comprehensive literature review, qualitative interviews with consumers and an expert workshop. The results show that sustainable consumption currently plays only a minor role in the digital space. Digital platforms, search engines, and comparison portals primarily promote quick purchases of new products. Circular options such as repair, second-hand, or rental are hardly visible and difficult to access due to current incentive structures. Recommendation algorithms, advertisements, and filter functions mainly push price-driven offers and new products. At the same time, there are significant practical barriers to using these circular options, such as concerns about quality, limited availability, or additional effort. The interviews also illustrate that sustainability is not a key purchasing criterion for many consumers in their everyday digital lives. Purchase decisions are largely driven by price, convenience, and quick availability. Sustainable options are usually only considered when consumers are highly motivated or when such options are prominently integrated into the purchasing process. At the same time, consumers express a clear desire for easy-to-understand, trustworthy, and well-integrated sustainability information that can support them in product choices without much effort. Based on these findings, concrete recommendations for policy and business practice were developed, such as the stronger integration of sustainability aspects into digital search and comparison tools, the promotion of quality standards for second-hand markets, and the improved visibility of repair services in the digital space.

Schriftenreihe

Texte. Umweltbundesamt ; 2025, 110 ppn:505871920
REFOPLAN des Bundesministeriums Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

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