Bodenschutz bei Erdwärmekollektoren / von Dr. Irabella Fuhrmann, Dr. Norbert Feldwisch (Ingenieurbüro Feldwisch, Bergisch Gladbach) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Redaktion: Fachgebiet II 2.7 Bodenmonitoring und Bodenzustand - Marc Marx, Stefanie Stöckhardt
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1964933307
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1178590
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Publication history
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, 2026
Content
1 Online-Ressource (51 Seiten, 3,63 MB) : Illustrationen, Diagramme
Edition
Language
ger
Comment
Abschlussdatum: August 2025
Quellenverzeichnis: Seite 45-47
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Abstract
Der vorliegende Bericht zeigt auf, wie die Belange des vorsorgenden Bodenschutzes beim Bau und Betrieb von Erdwärmekollektoren bestmöglich berücksichtigt werden können. Dazu werden die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an Bau und Betrieb von Erdwärmekollektoren zusammengestellt. Nachdem alle Beeinträchtigungsmöglichkeiten erfasst und bewertet sind, kann das Ausmaß und die Erheblichkeit von Auswirkungen auf Böden abgeschätzt werden. Abschließend werden geeignete Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen aufgezeigt. Die wesentlichen Beeinträchtigungen auf den Boden ergeben sich während des Baus durch den Aushub, der Zwischenlagerung und der Wiederverfüllung des Bodens. Im Bereich des Anlagestandortes kann es durch die Nutzung von Baustellenfahrzeugen zu Verdichtungen kommen. Bei der Rückverfüllung kann es zur Vermischung unterschiedlicher Bodenschichten kommen. Die technischen Anlagenteile einschließlich der erforderlichen Bettungsmaterialien innerhalb der durchwurzelbaren Bodenschicht beeinträchtigen ebenfalls die Ausprägung der natürlichen Bodenfunktionen. Zur Reduzierung der Eingriffsintensität müssen bodenschonende Maßnahmen eingesetzt werden. Dazu zählen Strategien zur Vermeidung von Bodenschadverdichtungen und Substratvermischungen, die durch Maßnahmen zur Wiederherstellung voll funktionstüchtiger durchwurzelbarer Bodenschichten ergänzt werden. Nicht alle Auswirkungen lassen sich anhand des derzeitigen Kenntnisstandes abschließend beurteilen; dies gilt insbesondere für potenzielle Auswirkungen auf das Bodenleben. Insofern bedarf es weiterer gezielter Untersuchungen zu den Umweltauswirkungen von Erdwärmekollektoren.
This report shows how the concerns of preventive soil protection can best be taken into account in the construction and operation of geothermal collectors. For this, the legal and technical requirements for the construction and operation of geothermal collectors are first compiled. Once all potential adverse effects have been identified and assessed, the extent and significance of the impact on soils can be estimated. Finally, suitable prevention and mitigation measures are identified. The main adverse effects on the soil arise during construction due to excavation, temporary storage and backfilling of the soil. In the area of the system, compaction may occur due to the use of construction vehicles. During backfilling, different soil layers may become mixed. The technical system components, including the necessary bedding materials within the rootable soil layer, also impair the natural soil functions. Soil-conserving measures must be used to reduce the intensity of the intervention. These include strategies to avoid soil compaction and substrate mixing, supplemented by measures to restore fully functional rootable soil layers. Not all impacts can be conclusively assessed based on the current state of knowledge; this applies in particular to potential impacts on soil life. Further targeted studies on the environmental impacts of geothermal collectors are therefore needed.
Series
Texte. Umweltbundesamt ; 2026, 03 ppn:505871920