Normative learning processes for addressing grand societal challenges : the ordonomic approach of methodological instrumentalism / Ingo Pies und Stefan Hielscher
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Discovery
1950214079
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1175099
DOI
ISBN
9783966703000
ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle : Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2026
Umfang
1 Online-Ressource (III, 35 Seiten, 0,52 MB) : Illustrationen, Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
eng
Anmerkungen
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Grand societal challenges are systemic in nature. They require coordinated behavioral change as well as reliable normative orientation. Prevailing sustainability approaches treat targets such as the United Nations’ Sustainable Development Goals as fixed objectives that merely need to be implemented. In contrast, this paper develops an ordonomic perspective that conceives of sustainability as an open-ended process of normative learning. Methodological Instrumentalism is introduced as a grammar of argumentation. Grounded in the practical syllogism, it provides methodological guidance for generating normatively persuasive arguments. This procedure supports both the implementation of existing sustainability goals and their critical reassessment. Using an illustrative case, the paper demonstrates how institutional arrangements can evolve through stakeholder dialogue, experimental approaches, and continuous feedback processes. The ordonomic approach thus offers a dynamic, institutionally grounded alternative to static, technocratic, or moralistic conceptions of sustainability governance.
Große gesellschaftliche Herausforderungen sind systemischer Natur. Sie erfordern koordinierte Verhaltensänderungen sowie eine verlässliche normative Orientierung. Vorherrschende Nachhaltigkeitsansätze behandeln Zielvorgaben wie die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen als fixe Ziele, die es nur noch umzusetzen gilt. Im Gegensatz dazu entwickelt dieser Beitrag eine ordonomische Perspektive, die Nachhaltigkeit als einen offenen Prozess normativen Lernens auffasst. Der Methodologischen Instrumentalismus wird als Argumentationsgrammatik eingeführt. Sie basiert auf dem praktischen Syllogismus und leitet die Generierung normativ überzeugungskräftiger Argumente methodisch an. Dieses Verfahren unterstützt sowohl die Umsetzung bestehender Nachhaltigkeitsziele als auch ihre kritische Neubewertung. An einem konkreten Beispiel wird gezeigt, wie sich institutionelle Arrangements durch Stakeholder-Dialoge, experimentelles Vorgehen und kontinuierliche Feedbackprozesse weiterentwickeln lassen. Der ordonomische Ansatz bietet damit eine dynamische, institutionell fundierte Alternative zu statischen, technokratischen oder moralistischen Konzeptionen von NachhaltigkeitsGovernance.
Schriftenreihe
Diskussionspapier des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ; 2026, Nr. 05 ppn:571346170