Effektivität und Weiterentwicklung von Risikominderungsmaßnahmen für die Anwendung von als Biozid ausgebrachten antikoagulanten Rodentiziden mit hohem Umweltrisiko : Abschlussbericht / von Bernd Walther (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Wirbeltierforschung, Münster), Detlef Schenke (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz, Berlin), Jens Jacob (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Wirbeltierforschung, Münster) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Redaktion: Fachgebiet IV 1.4 Gesundheitsschädlinge und ihre Bekämpfung Anke Geduhn, Susanne Hein, Annika Schlötelburg

cbs.date.changed2024-03-05
cbs.date.creation2024-03-05
cbs.picatypeOa
cbs.publication.displayformDessau-Roßlau : Umweltbundesamt, August 2020
dc.contributor.authorWalther, Bernd
dc.contributor.authorSchenke, Detlef
dc.contributor.authorJacob, Jens
dc.contributor.contributorGeduhn, Anke
dc.contributor.contributorHein, Susanne
dc.contributor.contributorSchlötelburg, Annika
dc.contributor.contributorJulius Kühn-Institut
dc.contributor.otherDeutschland
dc.date.accessioned2025-05-31T00:35:53Z
dc.date.issued2020
dc.description.abstractZur Regulierung von Schadnagerpopulationen werden im Biozidbereich in Deutschland in den meisten Fällen Fraßköder mit blutgerinnungshemmenden (antikoagulanten) Wirkstoffen eingesetzt. Antikoagulante Rodentizide wirken bei allen warmblütigen Tieren, also auch bei Organismen, die nicht bekämpft werden sollen oder dürfen. Zudem sind die meisten dieser Wirkstoffe persistent, bioakkumulierend und toxisch. Um Nichtzielorganismen zu schützen und Einträge in die Umwelt zu minimieren, wurden bei der Biozid-Zulassung von antikoagulanten Rodentiziden verbindliche Risikominderungsmaßnahmen festgeschrieben. Die Effektivität dieser Maßnahmen ist jedoch kaum empirisch untersucht, so dass Wissensdefizite auch im Hinblick auf eine mögliche Optimierung bzw. Weiterentwicklung von Risikominderungsmaßnahmen bestehen. Im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhabens wurden daher drei zentrale Aspekte mit Bezug auf den Schutz von Nichtzielorganismen näher betrachtet. Im ersten Teil wurde untersucht, wie sich die Ausbringung antikoagulanter Rodentizide in Köderstationen ausschließlich innerhalb von Gebäuden im Vergleich zum Einsatz in und um Gebäude auf das Auftreten blutgerinnungshemmender Wirkstoffe in freilebenden Nichtzielkleinsäugern auswirkt. Weiterhin wurden die Bewegungsmuster und Sterbeorte vergifteter Wanderratten auf Bauernhöfen dokumentiert, um daraus Rückschlüsse auf die mögliche Exposition von Beutegreifern ziehen zu können. Im zweiten Teil wurden Rückstände antikoagulanter Rodentizide in Rotfüchsen aus ländlichen und urbanen Räumen untersucht, um mögliche Unterschiede in der Exposition zu identifizieren. Außerdem wurde das Auftreten blutgerinnungshemmender Wirkstoffe in verschiedenen Singvögeln während Rattenbekämpfungen auf landwirtschaftlichen Betrieben analysiert. Im dritten Teil wurde versucht, die Ausbringung von Fraßködern in Köderstationen so zu gestalten, dass Nichtzielorganismen von der Köderannahme ausgeschlossen werden.de
dc.description.abstractIn Germany, in most cases anticoagulant rodenticides are used to control commensal pest rodents in the biocide sector. These agents are effective not only in target species but also in other vertebrate taxa. Moreover, most anticoagulants are persistent, bioaccumulative and toxic. In order to mitigate risk and to minimise release into the environment, mandatory risk mitigation measures were stipulated within the biocidal products authorisation. However, their efficiency has not yet been empirically tested and information for advancing risk mitigation measures is missing. In this research and development project, we focused on three aspects of risk mitigation measures with regard to the protection of non-target species. Firstly, we investigated whether applying anticoagulant rodenticides in bait stations exclusively inside buildings has an effect on the occurrence and concentration of anticoagulant residues in non-target small mammals compared to their application in and around buildings. Additionally, we observed spatio-temporal patterns of poisoned Norway rats on farms and we documented the locations where poisoned individuals succumbed to rodenticides. Secondly, anticoagulant residues in red foxes from rural and urban regions were analysed to identify possible differences in exposure. Furthermore, the occurrence of anticoagulant residues in different songbird species during rat control on farms was investigated. Thirdly, we developed and tested a new bait station design that aimed to exclude non-target small mammals from bait consumption.en
dc.description.noteAbschlussdatum: Januar 2019
dc.description.noteQuellenverzeichnis: Seite 82-90
dc.description.noteSprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
dc.format.extent1 Online-Ressource (90 Seiten, 2,39 MB) : Illustrationen, Diagramme
dc.genrebook
dc.identifier.otherkxp: 188247399X
dc.identifier.ppn188247399X
dc.identifier.urihttps://epflicht.bibliothek.uni-halle.de/handle/123456789/13625
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:3:2-1051148
dc.identifier.vl-id3289665
dc.language.isoger
dc.publisherUmweltbundesamt
dc.relation.ispartofseriesTexte ; 2020, 159 ppn:505871920
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.ddc363
dc.titleEffektivität und Weiterentwicklung von Risikominderungsmaßnahmen für die Anwendung von als Biozid ausgebrachten antikoagulanten Rodentiziden mit hohem Umweltrisiko : Abschlussbericht / von Bernd Walther (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Wirbeltierforschung, Münster), Detlef Schenke (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz, Berlin), Jens Jacob (Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Wirbeltierforschung, Münster) ; im Auftrag des Umweltbundesamtes ; Durchführung der Studie: Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen ; Redaktion: Fachgebiet IV 1.4 Gesundheitsschädlinge und ihre Bekämpfung Anke Geduhn, Susanne Hein, Annika Schlötelburg
dc.typeBook
dspace.entity.typeMonograph
local.accessrights.itemAnonymous
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