Gesellschaftlicher Wandel, veränderte Ernährungsgewohnheiten und gesundheitliche Folgen in Russland / Christine Burggraf, Thomas Glauben
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Discovery
864199368
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-59737
DOI
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Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), Juni 2016
Umfang
1 Online-Ressource (4 Seiten, 0,48 MB) : Diagramm
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Die von der Weltgesundheitsorganisation ausgerufene Übergewichtskrise mit all ihren gesundheitlichen Konsequenzen hat spätestens seit Anfang des Jahrtausends auch in der Russischen Föderation Einzug gehalten. Dies gewinnt im Besonderen vor dem Hintergrund der aktuell in Russland diskutierten "Steuer auf ungesunde Lebensmittel" an Bedeutung und ist eine Folge veränderter Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Mit zunehmendem ökonomischen Wachstum und privaten Einkommen stieg in Russland der Konsum von fettreichen tierischen Produkten an. Die Gesundheit vieler Bürgerinnen und Bürger ist durch ein erhöhtes Risiko für Adipositas und ernährungsmitbedingte chronische Erkrankungen belastet. Gleichzeitig verbesserte sich die gesundheitsbezogene Ernährungsweise im Hinblick auf die Zufuhr diverser Vitamine und Mineralstoffe. Diese beiden gegenläufigen Entwicklungen sind typischerweise auch in anderen Industrie- und Schwellenländern vorzufinden, wenngleich in der Föderation in teilweise ausgeprägterer Form. Neben traditionell eher hohen Präferenzen der russischen Gesellschaft für fettreiche tierische Produkte mag dies, ähnlich wie in vielen anderen Ländern, auf unzureichende Ernährungsinformationen zurückzuführen sein. Entsprechend würden hier gezieltere Informationskampagnen sowie klare Produktkennzeichnungen den Weg für eine gesündere Ernährung ebnen.
Schriftenreihe
IAMO policy briefs ; Ausgabe Nr. 27 ppn:777121581