Mit dem Kopf im Sand? : Goodharts Gesetz und die Wirkungslosigkeit von Inflationszielen als geldpolitische Regelmechanismen / Gunther Schnabl

Anzeigen / Download682.73 KB

Discovery

807097632

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-63282

DOI

ISBN

ISSN

Autorin / Autor

Beiträger

Körperschaft

Erschienen

Jena / Halle : Univ., 2014

Umfang

Online-Ressource (PDF-Datei: 28 S., 0,66 MB) : graph. Darst.

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Inhaltliche Zusammenfassung

Historisch niedrige Inflationsraten und Warnungen vor Deflation gehen in den großen Industrieländern mit Exzessen auf den Finanzmärkten einher. Um Wachstum und Inflation wiederzubeleben, werden im Zuge der quantitativen Lockerung die Zentralbankbilanzen aufgeblasen, ohne dass es zum einem maßgeblichen Anstieg der Inflationsraten kommt. Der Artikel argumentiert, dass gemäß Goodharts Gesetz Inflationsziele als geldpolitische Regelwerke zur Kontrolle von Konsumentenpreisinflation ihre Wirkung verloren haben. Durch die Etablierung der Regeln ist der zugrundeliegende Transmissionsmechanismus von einer Ausweitung der Geldbasis zu Konsumentenpreisinflation zusammengebrochen. Rationale gewinnmaximierende Finanzinstitute umgehen die Regel, indem sie zusätzliche Zentralbankliquidität in die Finanz- statt in die Gütermärkte lenken. Dies führt zu Umverteilungseffekten zugunsten der Akteure in den Finanzmärkten und den Haltern von Vermögenswerten, die mit Reallohnrepression im Rest der Volkswirtschaften verbunden sind. Die wirtschaftspolitische Konsequenz ist die Reform der bestehenden geldpolitischen Regelwerke.

Schriftenreihe

Global financial markets ; 55 ppn:598208976

Gesamttitel

Band

Zeitschriftentitel

Bandtitel

Beschreibung

Schlagwörter

Zitierform

enthaltene Monographien

enthalten in mehrteiligem Werk

Vorgänger dieser Zeitschrift

Nachfolger dieser Zeitschrift