Green economy : an engine for development? / by Benjamin Görlach, Nils Meyer Ohlendorf, Keighley McFarland (Ecologic Institute, Berlin, Germany) ; on behalf of the Federal Environment Agency (Germany) ; study performed by: Ecologic Institute ; edited by: Section I 1.2 International Environmental Protection, International Sustainability Strategies, National Focal Point of the European Environment Agency Claudia Kabel
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Discovery
1903209226
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-1097690
DOI
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ISSN
Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Dessau-Roßlau : Umweltbundesamt, Juni 2015
Umfang
1 Online-Ressource (55 Seiten, 1,65 MB) : Diagramm
Ausgabevermerk
Sprache
eng
Anmerkungen
Study completed in: February 2014
Literaturverzeichnis: Seite 52-55
Sprache der Zusammenfassung: Deutsch, Englisch
Inhaltliche Zusammenfassung
Der Begriff der "grünen Wirtschaft" (green economy) wird schon seit einigen Jahren verwendet, hat jedoch durch die Rio+20-Konferenz 2012 eine deutliche Aufwertung erfahren. Die Konferenz sah darin "!eines der wichtigen Mittel zur Herbeiführung einer nachhaltigen Entwicklung." Während sich im Rio-Abschlussdokument keine genaue Definition des Begriffs findet, gibt es einen wachsenden Bestand an praktischen Erfahrungen aus Ländern in aller Welt, die Initiativen, Strategien oder Programme zur Förderung der grünen Wirtschaft verfolgen. UNEP, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, dient als Plattform für den Austausch von Informationen und Erfahrungen, die durch die verschiedenen nationalen Aktivitäten gewonnen werden. In diesem Papier kommen wir zu dem Ergebnis, dass es zwar theoretisch wünschenswert wäre, eine klare und universelle Definition der "grünen Wirtschaft" zu haben, dass dies aber in der Praxis kaum wahrscheinlich ist. Stattdessen entwickelt sich aus den vielfältigen nationalen Initiativen die Grundzüge eines gemeinsamen Verständnisses, was die "grüne Wirtschaft" ist. Für einen solchen Ansatz spricht, dass in der Vergangenheit schon viele politische Begriffe beträchtlichen Einfluss hatten, ohne dass es eine exakte Definition gegeben hätte - soziale Gerechtigkeit oder Demokratie wären Beispiele hierfür. In diesem Sinn liefert der Begriff der grünen Wirtschaft einen neuen Ansatz, um über wirtschaftliche Entwicklung nachzudenken - aber hierfür bedarf es weniger einer genauen Definition, sondern eher eines überzeugenden, in sich schlüssigen und motivierenden Argumentationsmusters. Ein solcher Ansatz birgt jedoch das Risiko dass, ohne genaue Definition, der Begriff als beliebig oder willkürlich empfunden wird, und so letztlich wirkungslos wird. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist, die wichtigsten Elemente eines Argumentationsmusters zu betonen. In diesem Sinn fasst das vorliegende Papier zunächst einige grundlegende Annahmen und Bestandteile einer grünen Wirtschaft zusammen. Anhand von Beispielen aus verschiedenen Ländern wird dann dargestellt, wie sich die grüne Wirtschaft auf andere Zielgrößen wie Beschäftigung, Armutsbekämpfung oder Gesundheit auswirken könnte. Zudem werden einige wichtige Politikinstrumente diskutiert, die den Umbau zu einer grünen Wirtschaft voranbringen können - darunter marktbasierte Instrumente, Investitions- und Innovationsförderung, Bildung und Ausbildung, sowie ein neues Maß für wirtschaftliche Wohlfahrt.
The concept of a "green economy" has been around for a few years, but has gained in recognition and weight following the Rio+20 Conference in 2012, which recognised it as "one of the important tools available for achieving sustainable development". While the Conference did not agree on a precise definition of the green economy concept, there is now an increasing body of experience from countries around the world that are implementing green economy initiatives, strategies or policies. These efforts are loosely coordinated by UNEP, which serves as an information hub to promote exchange on best practices. In this paper, we argue that trying to arrive at an exact and universal definition of the green economy might be useful in theory, but appears very unlikely in practice. Rather, what we see is a common understanding of the concept that emerges from its concrete implementation in countries around the world. This bottom-up approach recognises that, in the past, many concepts did not require a commonly agreed or exact definition to have considerable impact - social justice or democracy would come to mind. The concept of a green economy provides a new model, i.e. a new way of thinking about economic development - and to serve this function, it is not so much an exact definition that is needed, but rather a consistent, convincing and compelling narrative. The risk of a bottom-up approach is that, without a precise definition, the concept may come to be seen as arbitrary and meaningless. One way to contain this risk is to emphasise the core elements of such a narrative. Along this vein, this paper explores what the core elements and constituting features of the green economy could be. Drawing on examples from different countries and regions, it discusses the expected benefits of a green economy for social and economic development, including employment effects, poverty alleviation and health. It also looks at some of the main policies that can be expected to play a role in the policy mix for a green economy - including pricing tools, new measures for economic welfare, investment support and training and education.
Schriftenreihe
Texte ; 2015, 45 ppn:505871920