[Engagementpolitische Positionen zur Landtagswahl 2026] / Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen im Land Sachsen-Anhalt (LAGFA Sachsen-Anhalt)
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1974566943
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-123456789-1197169
DOI
ISBN
ISSN
Koordinaten
Skalierung
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle : LAGFA Sachsen-Anhalt e.V., 2026
Umfang
1 Online-Ressource (10 ungezählte Seiten, 2,38 MB)
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Umfasst 5 Themenpapiere
Inhaltliche Zusammenfassung
Bürgerschaftliches Engagement baut soziale Brücken, schafft gesellschaftlichen Mehrwert und ist in seiner Vielfalt die treibende Kraft unseres sozialen Miteinanders. Allerdings steht es zunehmend unter Druck durch fehlende Ressourcen, gesellschaftliche Polarisierungen und einem rauer werdenden politischen Klima. Dass sich weniger Menschen für unser Gemeinwohl einsetzen, sollte als Alarmsignal verstanden werden, dass vielerorts der demokratisch geprägte Zusammenhalt kritisch herausgefordert ist, wenn Engagementförderung nicht konsequent und dauerhaft verfolgt wird.Die LAGFA macht sich daher stark für wertschätzende und verlässliche Rahmenbedingungen für die 660.000 Engagierten, die in Vereinen oder Initiativen vor Ort tagtäglich unserer Gesellschaft aktiv mittragen. - Unser Positionspapier umfasst fünf Kernforderungen für eine nachhaltige Engagementförderung: (1) Politischer Rückhalt für Engagierte: Staat und Gesellschaft müssen Menschen, die sich für demokratische Werte einsetzen, angesichts zunehmender Anfeindungen und gesellschaftlicher Polarisierung sichtbar und verlässlich unterstützen. (2) Strategische Anerkennungskultur: Trotz zahlreicher Ehrungen fehlt es an Transparenz und Abstimmung. Eine wirksame Anerkennungskultur braucht klare Kriterien und koordinierte Prozesse. (3) Barrierefreie Zugänge: Herkunft, Bildung oder Wohnort dürfen keine Hürden sein. Niedrigschwellige Angebote und flexible Förderstrukturen sind notwendig, damit Engagement allen offensteht. (4) Verlässliche Finanzierung: Freiwilligenagenturen und Engagementzentren benötigen Planungssicherheit durch langfristige finanzielle Absicherung. Engagementförderung muss als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe verstanden werden. (5) Bürokratieabbau: Übermäßige Verwaltungslasten hemmen Engagement. Digitale, unbürokratische Verfahren schaffen Freiräume für die eigentliche Arbeit in Vereinen und Initiativen.