Forschungsperspektiven zu Mediennutzung, Medienbildung und Herausforderungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland / Thorsten Naab

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1917171196

URN

urn:nbn:de:gbv:3:2-1125449

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Autorin / Autor

Beiträger

Erschienen

München / Halle : Deutsches Jugendinstitut e.V., Februar 2025

Umfang

1 Online-Ressource (41 Seiten, 0,94 MB) : Diagramme

Ausgabevermerk

Sprache

ger

Anmerkungen

Literaturverzeichnis: Seite 36-40

Inhaltliche Zusammenfassung

Die vorliegende Zusammenfassung des Forschungsstands zum Medienumgang von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gibt einen Überblicküber die Rolle digitaler Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Dabei wird in drei zentrale Perspektiven unterschieden: Mediennutzungsverhalten: Medienbesitz und -konsum sind in nahezu allen Familien allgegenwärtig. Über Smartphones können Kinder und Jugendliche im Sinne eines "Universalmediums" nahezu alle Medienangebote erschließen. Während Kleinkinder bis fünf Jahre digitale Medien vor allem unter Aufsicht nutzen, sind Kinder ab dem Grundschulalter zunehmend unbegleitet in der Mediennutzung. Die Studienreihen des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest verdeutlichen, dass die Nutzungsdauer mit dem Alter stark ansteigt. Jugendliche verbringen täglich durchschnittlich bis zu sieben Stunden mit verschiedenen Medienformaten, wobei die Pandemie diese Intensität noch verstärkte. Medienbildung und Medienkompetenzförderung: Eltern und Schulen spielen eine entscheidende Rolle in der Förderung eines reflektierten Medienkonsums. Das Konzept der "elterlichen Medienerziehung" umfasst Strategien wie das Setzen von Regeln zur Nutzungsdauer, eine aktive Begleitung der Mediennutzung, die Schaffung gemeinsamer Nutzungssituationen sowie die technische Kontrolle. Forschungsarbeiten zeigen, dass eine höhere Medienkompetenz der Eltern eine bessere und differenziertere Gestaltung der Medienerziehung ihrer Kinder bedingt. Neben den Eltern bieten Schulen ebenfalls Strukturen, um digitale Kompetenzen zu fördern. Allerdings liegt die Priorität bei Jüngeren oft auf traditionellen Lernmaterialien, während digitale Medien vermehrt im Schulalltag der Älteren zum Einsatz kommen, z.B. für Recherchen und Lernprogramme. Die Entwicklung integrierter digitaler Lehr-Lern-Umwelten und Materialien findet kaum statt. Herausforderungen: Ausgehend vom Gefahrenatlas der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften zeigt sich, dass Kinder und Jugendliche zahlreichen Herausforderungen wie Risiken mit Bezug zur Verwendung von (persönlichen) Daten, problematisches Nutzungsverhalten, problematische Inhalte sowie Interaktionsrisiken ausgesetzt sind. Insgesamt legt der Forschungsstand eine Verstärkung der medienpädagogischen Maßnahmen durch Eltern und Bildungseinrichtungen sowie strengere Regulierungen zum Schutz der jungen Generation nahe.

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