Osteuropa als Quelle für landwirtschaftliche Fachkräfte in Deutschland? : Länderstudie Bulgarien / Diana Traikova
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1026875560
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-94191
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Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH), [2015]
Umfang
1 Online-Ressource (45 Seiten, 3,84 MB) : Diagramme
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Motiviert durch den sich anbahnenden Agrarfachkräftemangel in Ostdeutschland, untersucht diese Studie, inwieweit ausländische Agrarspezialisten diese Defizite mindern könnten. Fokusland ist Bulgarien – ein neues EU-Mitgliedsland mit traditionell starkem Migrationsstrom nach Deutschland. Literaturanalyse und Experteninterviews führen zu der Erkenntnis, dass der post-sozialistische Agrarsektor die einheimischen Agrarabsolventen oftmals nicht aufnimmt. Viele von ihnen suchen dann eine Tätigkeit außerhalb der Landwirtschaft und mindern somit den Nutzen der Bildungsinvestition. Hier bietet es sich an, Interessenten für eine qualifizierte Beschäftigung bei deutschen Agrarbetrieben zu suchen. Es wird ein Profil des potenziellen ländlichen Agrarfachkraftmigranten skizziert, um das Migrationspotenzial Bulgariens grob abzuschätzen. Ohne aktive Maßnahmen würden sich kaum Agrarfachkräfte für die ländlichen Regionen Deutschlands entscheiden. Doch mit Hilfe von Sprachvorbereitung, Praktika, Auffangkursen und weiteren Informationen würden sich nach einer groben Schätzung zufolge etwa 50 junge Spezialisten pro Jahr gewinnen lassen. Die deutschen Betriebe sollten sich unter anderem um aufgeschlossene Familien vor Ort bemühen, die den ausländischen Fachkräften zur Seite stehen und ihre Integration im Beruf und Alltag begleiten. Die Politik sollte Fachsprachkurse und Weiterbildungen für qualifizierte Immigranten fördern.
Schriftenreihe
Arbeitsbericht ; 02/15 ppn:1026872634