Was anderen noch bevorsteht : ländliche Regionen in Ostdeutschland als Beobachtungslabor für den demographischen Wandel / Wolfgang Weiß und Martin Petrick
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671934627
URN
urn:nbn:de:gbv:3:2-31981
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Autorin / Autor
Beiträger
Körperschaft
Erschienen
Halle (Saale) : Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, 2011
Umfang
Online-Ressource (PDF-Datei: 4 S., 0,41 MB) : Kt.
Ausgabevermerk
Sprache
ger
Anmerkungen
Inhaltliche Zusammenfassung
Der demographische Wandel ist seit über 40 Jahren gesamteuropäische Realität. Relativ geringe Geburtenzahlen und eine immer weiter steigende Lebenserwartung verändern die Altersgliederung der Bevölkerung nachhaltig. In Ostdeutschland wird dieser Prozess spätestens seit der Wiedervereinigung fast flächendeckend von lang anhaltenden, selektiven Abwanderungen überlagert und verstärkt. Besonders betroffen sind viele ländliche Räume, in denen die Abwanderung seit Mitte der 1960er Jahre der dominante demographische Prozess ist. Die Folge ist eine tiefgreifende, komplexe und nachhaltige demographische Erosion. Ostdeutschland stellt durch eine besonders hohe Dynamik dieser Entwicklung gleichsam eine Art Beobachtungslabor des demographischen Wandels dar: Hier kann studiert werden, was andere europäische Regionen noch erwartet. Im Folgenden greifen wir einige wichtige Themen auf, bei denen aktueller wissenschaftlicher Forschungsbedarf besteht. Sie betreffen die Wechselwirkungen zwischen Wanderungs- und Fertilitätsentscheidungen, die rasche Zunahme der älteren Bevölkerungsanteile in ländlichen Regionen sowie die künftige Bedeutung der Landwirtschaft als einzig verbleibendem Wirtschaftszweig. Wir schlagen vor, künftig eine regional angemessene Lebensqualität statt der verfassungsgemäß gebotenen gleichwertigen Lebensbedingungen als Richtschnur für politisches Handeln zu verwenden.
Schriftenreihe
IAMO policy briefs ; 4 ppn:666708150